Adventsspaziergang durch das vorweihnachtliche Wien

Christbaum bei der Michaelerkirche
Mit einem Adventspaziergang durch die Wiener Innenstadt kommt bei dir garantiert Weihnachtsstimmung auf. Neben den bekannten Stationen wie Graben und Stephansplatz lohnt es sich auch die kleinen versteckten Gassen zu entdecken, wie hier der Durchgang neben der Michaelerkirche.

kurz&bündig

Ab Ende November glitzert's in der Wiener Innenstadt. Der Graben verwandelt sich in einen Ballsaal, in der Rotenturmstraße hängen rote, funkelnde Kugeln und am Kohlmarkt gibt's einen Lichterregen. Ein Spaziergang durch die adventlich dekorierte Innenstadt bringt dich garantiert in festliche Stimmung. Ich verrate euch meine jährliche Pflichtroute durch die Wiener Innenstadt!

Fast ein Klassiker ist es, fast zu aufgelegt, fast zu wenig kreativ oder einfallsreich. Aber trotzdem ein Muss im Advent. Ein Spaziergang durch die beleuchtete und dekorierte vorweihnachtliche Wiener Innenstadt gehört eben einfach zu Weihnachten dazu, genau wie der Christbaum und die Geschenke, die Kekse und die Weihnachtslieder. Jedes Jahr also im Dezember mache ich mich auf den Weg, gut eingepackt in mehre Kleidungsschichten zwecks Kälteresistenz, weil man will ja länger durchhalten und schlendern. Da darf einem nicht so schnell kalt werden, sonst wird’s ungemütlich.

Durchs adventliche Wien

Eine mögliche und meine übliche Tour durch die weihnachtliche Wiener Innenstadt

Adventspaziergang Station 1 : Die Freyung

Palais Ferstl und angrenzende Häuser mit Weihnachtsdekoration
Zusätzlich zur Dekoration sind auch die Häuserfassaden schön beleuchtet. Wien zeigt sich im Advent von einer ihrer schönsten Seiten!

Bedingt durch meinen Wohnort starte ich am mir nächsten Ort der Innenstadt: dem Schottentor (U2). Das kann natürlich jeder halten wie er mag, ganz klar. Folgst du meiner Tour, dann schlängel dich nach dem U2 Ausgang Schottengasse durch ebendiese bis zur Freyung: Station Nummer eins. Gerahmt durch das beleuchtete, barocke Schottenkloster und belebt durch den „Alt Wiener Christkindlmarkt Freyung“. Ein kleiner, beschaulicher Christkindlmarkt an beiden Seiten der Straße, durch den es sich auch zu schlendern lohnt. Links üblicherweise weniger Kulinarik und mehr Kunsthandwerk, rechts üblicherweise umgekehrt, mit Fokus auf Bioprodukten. Neben den wunderbaren Fassaden, wie der des Palais Ferstls, ist hier schon weihnachtlicher Schmuck zu bewundern, in röhrenförmigen Gebilden leuchtet und funkelt es.

Station 2: am Hof

Christkindlmarkt am Hof, mit Christbaum und Stand am Adventspaziergang
Bei einem Adventspaziergang durch die Wiener Innenstadt kannst du nicht nur die Weihnachtsbeleuchtung bewundern, sondern dich bei einen der zahlreichen Christkindlmärkte mit Glühwein oder Punsch aufwärmen!
Standl am Hof, Adventspaziergang
Natürlich kannst du bei deinem Adventspaziergang auch die kulinarischen Köstlichkeiten der Verkaufsstandln durchprobieren. Ein wenig Deftiges zwischendurch kann bei Glühwein & Co nicht schaden!

Dieser Dekoration kannst du folgen wie einem Wegweiser bis zum nächsten Christkindlmarkt am Hof, wo du dich, bei etwaigen ersten Kälteerscheinungen schon bei einem Punsch aufwärmen kannst. Mir sind da aber meistens zu viele Leute. Zu gedrängt ist es da irgendwie, daher ziehe ich immer rasch weiter.

Station 3: der Graben

Adventlicher Kohlmarkt
Ein wenig in die Schaufenster schauen und unter dem Lichtmeer durch spazieren. Bei so einem Adventspaziergang kommt garantiert Weihnachtsstimmung auf!

 

Adventspaziergang am Graben, Dekoration mit Christbaumverkauf
Ein persönliches Muss beim Adventspaziergang ist ein Kurzbesuch am Graben, der sich zu Weihnachten in einen großen Ballsaal verwandelt. Dank dem Christbaumverkauf duftet es auch herrlich nach Waldbäumen!

Geradeaus geht’s, bis zum Meinl am Graben. Wo du dann die jedes Jahr gleiche Dekoration sehen kannst: Die großen beleuchteten Luster, die den gesamten Graben zum Ballsaal machen und ihm eine schlichte Eleganz verleihen. Die von mir aus auch jedes Jahr gleich bleiben können. Enttäuscht wäre ich wenn sie nicht mehr da wären! Natürlich kannst du hier ausbrechen, nach rechts ausscheren in Richtung Michaelerplatz und durch den Goldregen, wie ich das dortige Lichterarrangement nenne, bis zur Hofburg und Michaelerkirche und übers Eck, über die Kärntnerstraße beispielsweise zurück zum Stephansplatz gehen. Ich persönlich gehe den Graben entlang. Weil der vordere Abschnitt dank des Christbaumverkaufs in einen feinen Nadelgeruch gehüllt ist. Geht’s noch weihnachtlicher?

Station 4: der Stephansplatz

Adventspaziergang, Weihnachtsbaum am Stephansplatz mit Steffl im Hintergrund
Ein wenig, aber wirklich nur ein wenig Konkurrenz bekommt der Steffl durch den Christbaum am Stephansplatz.

 

am Christkindlmarkt Stephansplatz
Nach diesem ausgiebigen Spaziergang kannst du dich am Christkindlmarkt am Stephansplatz so richtig aufwärmen! Dazu die großartige Kulisse von Stephansdom und Beleuchtung – einfach herrlich!

Bis du schließlich im Herzen Wiens ankommst: Dem Stephansplatz. Der Dom in dessen Zentrum, davor ein riesiger beleuchteter Christbaum, der neben dem Steffl in die Höhe strebt; ja und seit neusten auch ein Christkindlmarkt. Der nach dem doch schon ausgedehnteren Adventspaziergang zum Verweilen einlädt, zum Durchschlendern, zum Aufwärmen. Mit Punschhäferl geht’s also um den Stephansdom mit verstohlenen Seitenblicken in die Stände und auf dessen Sortiment, aber auch auf die Fassaden, der umgebenden Häuser.

Station 5: Rotenturmstraße

Als letzten Abstecher geht’s bei mir von hier aus weiter in die Rotenturmstraße – die beleuchtungstechnisch ihren Namen alle Ehre macht. Stichwort rot. Rote große Kugeln, an dessen Seiten rahmende Rechtecke in Rot und Gold. All das taucht den Straßenzug in eine ganz eigene Atmosphäre. Am Ende der Straße bist du gleichzeitig am Ende der klassisch dekorierten Wiener Innenstadt angelangt. Der Schwedenplatz hat da eher weniger zu bieten. Was aber bleibt: die Vorfreude auf Weihnachten, die sich spätestens jetzt eingestellt hat. Versprochen!

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