Baden im September. Genuss und Gemütlichkeit.

Innenstadt von Baden
Warum du dein Bild von Baden zurecht rücken solltest? Weil Kurstadt bei weitem nicht alles ist, das Baden ausmacht. Genussvoll, aufregend, gemütlich, informativ, aber vor allem abwechslungsreich lässt es sich hier Zeit verbringen.

kurz&bündig

Warum sich ein Ausflug nach Baden lohnt? Weil hier der Name nicht ausschließlich Programm ist. Weil Geschichte in Baden Geschichte und das alte Kurstadtimage schon lange passé ist. Weil die Stadt nach vorne schaut. Nicht blind, immer mit einem Blick zurück, wohlwollend, aber doch emanzipiert. Hier werden interaktive, moderne Museen mit alten oder neueren Inhalten gestaltet. Hier wird in weiß gefeiert, köstlich diniert, gezockt und gewandert. Anfang September wird hier sogar Wasser zu Wein und an der längsten Schank einfach nur genossen. Ein triftiger Grund übrigens, um auch eine Nacht zu bleiben. Oder zwei.

Kurstadt adé. Warum du dein Bild von Baden ganz schnell zurecht rücken solltest

„Nein, die Sisi brauch ma gar nicht.“ Ein Satz, der aus dem Mund eines Tourismusdirektors verwunden mag. Weil, wer bitte reißt sich nicht um die alles beliebte Kaiserin. Ginge es, würde fast jedes Gebäude damit werben, dass die berühmte Dame hier einmal kurz ein Glas Wasser getrunken hat. Anziehungspunkt, Touristenmagnet. Nicht so Baden. Obwohl, die Stadt könnte. Immerhin war die Kaiserin ja ein paar Mal hier und hat dort, Gerüchten zufolge, sogar eine Kuh gekauft. Alles wurscht. Weil Baden eben mehr kann, als der alten Zeit nachhängen. Weil man hier viel mehr erleben kann. Weil Baden eine Verjüngungskur gemacht hat. Das Leben auskostet und genießt. Als Besucher kannst du dich anstecken lassen und jede Menge erleben.

Baden Hauptplatz

 

Baden besuchen

Zwischen Weinbergen, Rosen, Quellen und Museen

Zwischen Weingärten wandern. Unterwegs am 1. Wiener Wasserleitungsweg

Genussmeile Baden, Wanderweg
Nicht nur für den Gaumen, sondern auch ganz viel fürs Auge wird hier auf der Genussmeile geboten.

Beispielsweise am 1. Wiener Wasserleitungsweg wandern. Dass es sich über der Wasserleitung großartig wandern lässt, das durften wir ja schon diesen Sommer am 1. Wiener Wasserleitungsweg im Höllental erleben. Ein wenig anders als dort ist es hier, aber genauso schön. Blicke auf Schneeberg und Rax werden einfach gegen Blicke über die Thermenregion und auf Weinberge getauscht. Anstelle von Schotterbuchten kommst du an blau leuchtenden Weintrauben vorbei. Und statt dem Wasser der Schwarza fließt hier der Wein. Zumindest im September.

Wenn der Wanderweg zur Genussmeile wird…

Genussmeile, Tisch mit Sesseln und Weinreben
An den ersten beiden Wochenenden im September verwandelt sich ein Wanderweg zur Genussmeile. Auf mehr als 10km gibt’s hier inmitten der Weinberge der Thermenregion fabelhafte Weine und andere regionale Produkte zu verkosten und natürlich ganz viel Natur und Ausblicke zu genießen.

Denn an den ersten beiden Wochenenden des Monats verwandelt sich der 1. Wiener Wasserleitungsweg rund um Baden zur Genussmeile und zur längsten Schank. Auf mehr als 10 Kilometern bieten 80 unterschiedliche Winzer und Betriebe regionale Produkte an. Die du, abwechselnd wandernd und  gemütlich pausierend, entdecken kannst. Ein Achterl in der Hand, ein Tisch direkt im Weingarten, der Blick schweift über die sanften Hügel der Thermenregion. Ja Baden weiß schon wie das geht mit dem Genießen. Da braucht man eigentlich gar nicht den ganzen Wasserleitungsweg zu wandern. Da reichen eigentlich schon 500 Meter.

Hier geht’s zum ausführlichen Bericht über meinen Besuch der Genussmeile

Im größten Rosengarten Österreichs flanieren

Rosarium Baden

Wenn du lieber nur spazieren, statt wandern willst, dann solltest du dem Rosarium einen Besuch abstatten. Die größte Rosengartenanlage Österreichs mit über 75.000m2 Fläche, 25.000 Rosenstöcken und 900 unterschiedliche Sorten. Hier lässt sich wunderbar die Natur genießen. Mit offener Nase geht’s gemütlich durch den hübsch angelegten Doblhoffpark, vorbei an unzählig duftenden Rosensorten und anderen sehenswerten Pflanzen, wie beispielsweise eine mehrere hundert Jahre alte Platane. Vielleicht pausierst du auch auf den romantischsten Parkbänken der Stadt, oder mietest dir am Teich ein Ruderboot für eine Runde am Wasser.

Schloss Weikersdorf und Rose im Rosarium Baden, Doblhoffpark

Für das kleine Bisschen Extra-Genuss empfehle ich übrigens einen Besuch im Schloss Weikersdorf. Auf dessen wunderbar prunkvollen Terrasse nimmst du Platz, bestellst Kaffee und Kuchen und genießt quasi erste Reihe fußfrei den Ausblick aufs Rosarium.

Relaxen in der Therme oder dem Strandbad

Natürlich, man kann hier auch baden. Immerhin, Baden war schon zu Kaisers Zeiten bedeutende Kurstadt, ja schon die Römer haben die warmen Schwefelquellen entdeckt und für sich genutzt.

Die Römertherme Baden

Römertherme Baden, großes Becken

Die erste Adresse in Sachen Schwefelquelle und Baden ist natürlich die Römertherme. Die unter anderem auch ein Schwefelbecken beherbergt und somit ein Bad in der zentralen Quelle der Stadt ermöglicht.

Aber da gibt es natürlich noch mehr. Eine Saunalandschaft mit allem „Drum und Dran“, ein Außenbecken mit Sprudelbank und ein großzügiges Becken im Innenbereich. Das sich in Babybereich und Schwimmbereich gliedert, mit allen möglichen Wasserattraktionen. Umspannt von einer großen gläserne Decke.

Römertherme Baden: Brusattiplatz 4; Täglich 10:00–22:00;

Das Strandbad Baden

Strandbad Baden

Ganz anders geht es im Strandbad zu. Gut, das berühmte warme Schwefelwasser gibt es hier auch, aber in einer ganz anderen Form präsentiert. Weniger Glas, dafür mehr Sand und ganz viel südländisches Flair. Fast ein wenig eigenartig fühlt es sich an, wenn du den Eingang des Bads passiert hast. Weil du die Stadt Baden so gar nicht hinter dir vermutest. Links und rechts erstreckt sich goldgelber Sand, der für das nötige Adriafeeling sorgen soll. Ab und zu eine Palme, danach die großen und zahlreichen unterschiedlichen Becken der Badeanlage.

PS.: Da das Wasser wirklich warm ist, kommen hier auch kältescheue Badegäste voll auf ihre Kosten. Auch sehr praktisch, wenn die Temperaturen doch nicht mehr ganz so hoch sind.

Strandbad Baden: Helenenstraße 19–21; Täglich 08:30–min. 18:00

Sich einem Genie annähern: im Beethovenhaus Baden

Beethovenhaus Baden
Im Beethovenhaus Baden näherst du dich dem Genie Beethoven und wie er wirklich war.

In neuem Glanz erstrahlt das Beethovenhaus in der Badner Innenstadt. Das Haus, in dem der bereits über 50jährige Komponist mehrere Male residierte. Wo er eigentlich entspannen sollte, sich erholen von seinen unzähligen Leiden. Wo er, seinen eigenen Worten zu folge, so faul war wie noch nie. Ja die Gemütlichkeit Badens steckte anscheinend auch „alte“ Komponisten an.

Ganz konnte er es aber trotzdem nicht lassen – und was Beethoven dann alles noch geleistet hat, obwohl er faul war, das wird die im Beethovenhaus so richtig plakativ und anschaulich vor Augen geführt. Da kann es schon passieren, dass du plötzlich im „Raum der 9.“ picken bleibst und einfach nur zuhörst. Den Klängen der Violinen, Sänger, Oboen und was alles sonst noch lauscht. Musikalischer Genuss diesmal, der dich ins Staunen bringt. Denn so viel sei gesagt – obwohl ich mich schon länger mit Musik und Komponisten beschäftige, obwohl ich wusste, welchen Schicksalsschlag Beethoven erlitten hat, was er tatsächlich geleistet hat, wie viel Genie, da in ihm steckte, das wurde mir erst hier im Beethovenhaus bewusst.

Beethovenhaus: Rathausgasse 10 | Di–Sonn- und Feiertage: 10:00 – 18:00 | Ausführlicher Bericht folgt

Einen stilvollen Abend bei Dinner & Casino verbringen

Roulette im Casino Baden
Einen Besuch im Casino Baden solltest du jedenfalls einplanen. Wer weiß, vielleicht hast du ja Glück!

Für einen ganz besonderen Abend in Baden, solltest du das Casino nicht auslassen. Situiert in einem der schönsten Häuser der Stadt, beginnt der Abend schon beim Ankommen ganz stilvoll. Und setzt sich auch so fort. Beim Aperitif, vielleicht mit einem Rosé oder auch einem Craft Beer und beim exzellenten 4 Gänge-Menü im hauseigenen Restaurant (Cuisino). Nachdem also ganz viel und gemütlich kulinarisch genossen wurde, geht’s dann in den Spielbereich. Wo, das geb’ ich dann schon zu, die Gemütlichkeit vielleicht doch – angesichts des rollenden Rouletteballs – in Nervenkitzel umschlagen kann.

Casino Baden: Kaiser Franz Ring 1; Täglich: 15:00 – 03:00

Raus aus Baden. Was du rund um Baden noch alles erleben kannst

Wenn du dich denn von Baden losreißen kannst, dann gibt’s auch außerhalb der Stadt einiges zu sehen. Das direkt an die Stadt anschließende Helenental lud nicht nur schon Beethoven zu ausgedehnten Spaziergängen ein, sondern auch die heutigen Besucher. Ob zu Fuß, mit dem Motorrad oder dem Rad am Helenentalradweg, in wenigen Minuten bist du wieder mitten in der Natur, mitten im Wienerwald. Und auch dort gibt es einiges zu sehen.

Stift Heiligenkreuz bei Baden, Fassade der Kirche und anschließende Trakte
Nicht weit von Baden befindet sich das Stift Heiligenkreuz, innerhalb dessen Mauern noch heute Zisterziensermönche leben.

Beispielsweise das Stift Heiligenkreuz. Das Zisterzienserkloster wurde bereits im 12. Jahrhundert gegründet und bezaubert seine Besucher nicht nur mit der größtenteils erhaltenen mittelalterlichen Architektur, sondern mit Einblicken ins reale Leben der Mönche. Am allerbesten geht das natürlich während des Chorgebets. Quasi Haupttagesordnungspunkt im Mönchsleben. Wunderbar authentisch ist das, wenn die Mönche im weißen Habit, versunken im Chorgestühl stehen. Hinter ihnen die großen Glasfenster des hochgotischen Chors, rund um dich die dicken Mauern des romanischen Langhauses. Anschließend kannst du dann noch eine Führung durchs Kloster samt Kreuzgang machten und zum Schluss noch ins Klostergasthaus auf eine Crèmeschnitte schauen.

Mehr Informationen und Einblicke gibt’s im separaten Tipp zum Stift Heiligenkreuz.

Mayerling, Kloster
Schicksalsort für die Kaiserfamilie. Im Jagdschloss Mayerling kam Thronfolger Prinz Rudolf ums Leben. Aber was ist eigentlich genau passiert?

Nur ein paar Autominuten entfernt liegt ein anderes spannendes Gebäude: das Jagdschloss Mayerling. Das eigentlich vielmehr Kloster als Schloss ist. Vor allem aber Schauplatz einer Tragödie und einer Nacht- und Nebelaktion, auf höchstem Niveau. Im neuen Besucherzentrum und einigen Räumen des Klosters kannst du mehr über die Protagonisten erfahren und selbst spekulieren, was da nun wirklich mit Kronprinz Rudolf passiert ist.

Mehr darüber zu lesen gibt’s im separaten Blogartikel über das Schloss Mayerling.

Das rät dir freets für deinen Baden Aufenthalt

  • Lust auf moderne Malerei? Dann ist das Arnulf Rainer Museum ist Baden sicher was für dich.
  • Jährlich im Frühsommer findet „Baden in Weiß“ statt. Hier verwandelt sich die Innenstadt zur „Partyzone“, krönender Abschluss ist im Casino.
  • Herrlich ist es auch, einfach nur durch die Innenstadt zu flanieren. Unbedingt auch zu Herwig Gasser, hier gibt’s tolle Törtchen, die nicht nur fantastisch aussehen, sondern auch schmecken (direkt am Hauptplatz)
  • Weitere Bilder und Geschichten unseres Baden Wochenenden gibt’s bei meinen Reiseblogger Kollegen reiseblitz.at, creativelena und follow your trolley nachzulesen.

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerkenMerkenMerkenMerkenMerkenMerkenMerken

MerkenMerkenMerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerkenMerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

Wie hat es dir gefallen?
More from Claudia

Die Bucklige Welt im Blick: Ausflug zur Kernstockwarte am Hutwisch

Ein stetiges Auf und Ab, eine Landschaft gezeichnet von sanften Hügeln: das...
Read More

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.