Wanderung zur Gfiederwarte: auf den Ternitzer Hausberg  

Gfiederwarte, Aussicht in Richtung Schneeberg
Bei einer Wanderung auf die Gfiederwarte kannst du die Stille des Waldes und eine großartige Aussicht genießen!

kurz&bündig

Bei einer Wanderung auf den Ternitzer Hausberg „Gfieder“ kommst du ein wenig in die Natur und kannst die Schönheit und Stille des Waldes genießen. Auf den Weg über Vöstenhof zur Gfiederwarte kommst du beim sogenannten Vierbrüderbaum vorbei – einem Naturdenkmal, in den der Blitz eingeschlagen hat – und zur Gfiederwarte. Hier hast du bei guter Sicht einen tollen Blick über das Semmering-Rax Gebiet und das Schneeberg Gebiet bis hin zur pannonischen Tiefebene.

Du hast schon genug von Keksen, überheizten Räumen, Punsch und Backen? Hast in der Adventzeit schon gefühlte fünf Kilo zugenommen und kannst Christkindlmärkte nicht mehr sehen? Wenn du dich auch nach etwas Zeit draußen, nach der Natur, nach Bewegung und der Stille des Waldes sehnst, dann ist die Wanderung zur Gfiederwarte perfekt für dich. Hier hast du deine Ruhe vor dem Adventtrubel, wanderst durch einen abwechslungsreichen Wald samt Naturdenkmal und wirst am Ende mit einer großartigen Aussicht belohnt. Und ja, genau, so nebenbei hast du auch einen Berg bestiegen: den Ternitzer Hausberg, den Gfieder. Interesse?

Von St. Johann über Vöstenhof zur Gfiederwarte

Los geht die ca. 2,5 stündige Wanderung von St. Johann, einem Ortsteil der Stadt Ternitz im südlichen Niederösterreich.  Dein Auto kannst du übrigens direkt in St. Johann, am Fuße des Gfieders, stehen lassen.
Grundsätzlich kannst du auch genau von hier einfach lostraten. Zur Gfiederwarte gibt es unterschiedliche Varianten: eine ganz steile und direkte oder aber eine längere, aber angenehmere Strecke. Vom Parkplatz nimmst du jedenfalls mal den Weg, der dich bergauf in den Wald und in Richtung Gfieder-Gipfel führt. Ich empfehle dir den Weg über Vöstenhof, also den längeren, aber nicht so extrem steilen. Weil er einfach mehr zu bieten hat und nicht so anstrengend ist. Nachdem du also anfangs mal bergauf, immer geradeaus zwischen dem Misch-Nadelwald (Schwarzföhren, Weißföhren, Fichten, Tannen) gewandert bist, kommst du zu einer Wegkreuzung bei Vöstenhof. Hier gibt es auch zur Orientierung direkt an der Wegkreuzung ein Materl (leider ist der Weg bis dahin nicht wirklich gut ausgewiesen). Marterl und Vierbrüderbaum zeigen dir aber, dass es gestimmt hat!

Vöstenhof in der Nähe der Gfiederwarte
Nicht nur der Vierbrüderbaum wartet bei der Route von Vöstenhof zur Gfiederwarte auf dich, sondern auch ein schöner Weg entlang des Waldrands durch sanfte Hügeln.

Genau hier wendest du dich dann scharf nach links, weiter bergauf. Vorbei am Vierbrüderbaum – einer 900 Jahre alten Schwarzföhre. Die ihren Namen und Status als Naturdenkmal der Tatsache verdankt, dass sie aus vier Stämmen bestand. Die leider jedoch ihrem Namen nicht mehr alle Ehre macht, da ein Blitz in den Baum einschlug und den Baum auf zwei Stämme reduzierte. Sehenswert aber auf alle Fälle noch immer.

Vierbrüderbaum in der Nähe der Gfiederwarte
Entscheidest du dich für den Weg über Vöstenhof, dann kommst du auch beim sog. Vierbrüderbaum vorbei: eine 900 Jahre alte Schwarzföhre, die ursprünglich aus 4 Stämmen bestand. Wegen eines Blitzeinschlages besteht er jedoch nur noch aus 2 Stämmen!

Von hier folgst du der roten Markierung, zuerst am Waldrand und dann auch durch den Wald bis zu einer großen Wegkreuzung. Wo es für dich immer weiter hinauf geht, weil du ja auf die Gfiederwarte möchtest (sollte es dir schon reichen dann biege links ab – der Weg führt zurück zum Parkplatz). Nach diesem – ja zugegeben ziemlich anstrengenden – Bergauf-Stück hast du aber auch schon dein Ziel erreicht: die Gfiederwarte!

Stiegen der Gfiederwarte
82 Stiegen – so berichtete jedenfalls eine verlässliche Quelle – führen dich zu einem tollen Aussichtspunkt: auf die Gfiederwarte

Auf 609 Höhenmeter, am Gipfel des Gfieders, steht die Aussichtswarte. 82 Stufen führen 14 Meter noch weiter hinauf und bieten dir dann eine schöne Aussichtsplattform und eine noch schönere Aussicht, das steht fest. Hier kannst du verschnaufen und ganz in Ruhe den Blick über die Schneeberggegend, die Rax-Semmering Gegend und das Ternitzer Umland bis hinein ins Burgenland (natürlich nur bei guter Sicht) genießen. Gut, vielmehr werden es Blicke sein, aber du hast ja Zeit!

Aussicht von der Gfiederwarte
Der steile Aufstieg auf die Gfiederwarte wird natürlich mit einem großartigen Blick über die umliegende Gegend belohnt!

Retour geht es einfach das steile Stück zurück und bei der Kreuzung rechts in Richtung Parkplatz. Übrigens kannst du hier gegen Ende des Weges noch Spuren einer ehemaligen Schisprungschanze erkennen!

Das rät dir freets für deine Wanderung auf die Gliederwarte

  • Vor Ort gibt es einen kleinen Parkplatz, oder vielmehr eine Parkmöglichkeit (am Fuße des Gfieders)
  • In Summe führen drei Wege auf den Gfieder: im Tal am Fuße entlang nach Sieding, leicht bergauf Richtung Vöstenhof oder stärker bergauf in Richtung Gfiederwarte. Grundsätzlich musst du aber nur auf den Gfieder rauf – alle Wege führen zur Gfiederwarte
  • Für dich sind 2,5 Stunden ein wenig mager? Auf gehlebt findest du einen größeren Rundwanderweg von Sieding über die Gfiederwarte wieder zurück nach Sieding (13km lang)
  • Wenn du vor Weihnachten unterwegs bist und Glück hast, findest du vielleicht auch ein paar Tannenzweige als Weihnachtsdekoration für zu Hause.

Nützliche Hinweise für deine Wanderung

Gfiederstraße, 2620 St. Johann
Dauer: 2,5 Stunden
Schwierigkeitsgrad: leicht; Aufstieg zum Gipfel: mittel
Seehöhe Gfiederwarte: 609 Meter
Aktualisiert: 12.10.2017

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