Rückblick Oktober
Nebelfluchten, goldener Herbst, unbeschwerte Spaziergänge, spontane Wanderungen und ein kleiner Wintergruß - das war mein Oktober 2020.

Oktober 2020 – Highlights und Rückblick

Ein wenig habe ich heute gebraucht, um mit dem Rückblick in den Oktober starten zu können. Viel zu sehr war ich von den Ereignissen des beginnenden Novembers vereinnahmt – der am 03.11. in Kraft tretende Lockdown 2.0 wegen der Corona-Pandemie und der Terroranschlag auf Wien, der am Abend des 2.11. stattfand und dessen Nachricht mich ebenfalls am 03.11. erreichte. Was für ein Jahr, was für ein Monat. Alles was ich getippt habe, alles was ich sagte und dachte schien mir in Anbetracht der Situation einfach zu banal. Dennoch, ich schaue gerne auf das Schöne zurück. Konzentriere mich auf das Gute, auf tolle Erlebnisse, auf schöne Erinnerungen. Daher auch heute mein Rückblick. Auf einen harmlosen und abwechslungsreichen Oktober 2020.

 

Entspannung und „me-Time“

Innenansicht Therme Linsberg Asia ©Asia Resort Linsberg Betriebs GmbH
Abschalten, relaxen und genießen. In der Therme Linsberg lässt sich das leicht bewerkstelligen. Für einen Tag, oder aber auch nur ein paar Stunden! ©Asia Resort Linsberg Betriebs GmbH

Angefangen hat es mit meinen jährlichen Geburtstagsgeschenk an mich: „me-Time“ in der Linsberg Asia. Eine Therme, die ich gerne für diese Zwecke aussuche, weil sie einerseits nicht weit von uns entfernt liegt (kurze Anfahrtszeit – maximale Zeit zum Ausnützen ab der Kinderbetreuung) und andererseits keine Kinder erlaubt sind. Was diskriminierend und unfair scheint, was ich aber (ohne viel schlechtem Gewissen) einmal im Jahr genieße.

Den herrlich sonnigen Tag verbringe ich vor allem auf der Sonnenliege im Garten, lese in meinem Buch, entspanne im Massagebett im Thermalwasser und lasse mir die Sonne im Außenbecken ins Gesicht scheinen. Keine Hektik, keine Eile, nur absolute Ruhe und Stille. Eine „me-Time“, die leider jäh unterbrochen wird und die ich mir viel zu selten gönne. Wäre ja ein guter Neujahrsvorsatz.

 

Spaziergänge und Schatzsuchen im Wald

Den Rest des Monats nützen wir vor allem für Zeit in der Natur. Ich liebe den Herbst und kann bei Schönwetter nicht drinnen sitzen. Ungeduldig warte ich bis sich die Laubbäume endlich zu verfärben beginnen, die Blätter immer bunter werden und die ersten Schätze in der Natur gesammelt werden können. Für diesen Zweck haben wir heuer ein „Naturschatz-Bingo“: Auf einem Eierkarton haben wir zehn Dinge geklebt, die wir auf unseren Entdeckungsreisen sammeln und im Oktober beginnt sich die Eierbox langsam zu füllen. (übrigens auch ideal, um das müde Kind zum raus und vor allem weiter Gehen zu motivieren).

Wir spazieren auf der Laufstrecke drei Kilometer durch den Föhrenwand zwischen Neunkirchen und St. Egyden, wo wir Gräser, Moos und Rinde sammeln und den beginnenden Herbst erleben. Auch in unserem Wald „ums Eck“ (dem sog. Blosenberg, wie ich nun herausgefunden habe) gehen wir ab und zu spazieren und genießen die Natur, die so unmittelbar vor unserer Haustür liegt.

 

Einmal Winter: Ausflug zur Steyersberger Schwaig

Bis der Wettersturz und Wintereinbruch Mitte des Monats kommt. Tagelang verlagern wir unsere Aktivitäten nach drinnen, bis wir beschließen: wenn Wintereinbruch, dann ordentlich. So folgen wir dem Tipp von Markus (Bucklige Weltreisen) und machen uns auf den Weg zum Hochwechsel. Dort, auf der Steyersberger Schwaig, soll der Winter schon Einzug gehalten haben. Von Kirchberg am Wechsel fahren wir auf die Schwaig und bis zuletzt zweifle ich, ob wir nicht zu spät gekommen sind.

Erst am Ende des Wegs entdecken wir Schneebrocken neben der Fahrbahn, bei der Schwaig selbst parken wir unser Auto im Winterwunderland. Verschneite Berghänge, hohe Tannen, auf dessen Ästen Schnee liegt. Schnell packe ich die Kinder aus und wir stapfen durch den (für sie kniehohen) Schnee den Hang hinauf. Schießen Schneebälle, bauen einen Mini-Schneemann und beobachten die anderen Winterliebhaber beim Rodeln und Bob Fahren (das nächste Mal sind wir besser vorbereitet).

 

Nebelflucht vom Feinsten in Niederösterreich

Gegend um Semmering im Herbst
Was für eine Aussicht. Ganz hinten ist auch die Nebeldecke leicht zu sehen.
Blick auf die Weinzettelwand im Herbst
Blick auf die Weinzettelwand von der Aussichtswarte

Zuhause angelangt ist wieder Herbst. Die Sonne und die warmen Temperaturen kehren zurück, auch wenn wir in der Nebelsuppe nicht viel davon zu sehen bekommen. So beschließen wir ab und zu dem Nebel zu entfliehen und zum Spazieren ein wenig weiter rauf zu fahren. Die Mini-Runde am Bahnwanderweg, die mir hier eine Freundin zeigt, ist einer der genialen Nebelfluchten, die wir erleben. Ein wunderschöner Rundweg und eine noch schönere, weil schon sehr herbstliche, Landschaft.

Eine Woche später dannauf der Wiese“ in Prigglitz. Ein Tipp, den ich schon vor längere Zeit bekommen habe und den wir nun endlich umsetzen. Gerade richtig wie ich meine, denn ab Ternitz verlassen wir den Nebel und fahren der Sonne entgegen. Den 4km langen Rundweg am Plateau, die herrlichen Blicke auf Rax und Semmering Gebiet, den wunderschönen Herbstwald – all das genießen wir in vollen Zügen. Als wir ins Auto steigen hat uns der Nebel eingeholt und wir fahren wieder zurück ins Grau. Glück muss man haben.

 

Wandern am Hausberg

Blick zum Schneeberg vom Irmasteig
Aussicht vom Irmasteig auf den Schneeberg

…und dann war da noch meine kleine Solo-Wanderung. Meine Premiere, mein erstes Mal: auf unseren Hausberg, den Kienberg zu wandern und alleine unterwegs zu sein. Beides genieße ich in vollen Zügen. Das schöne Wetter, die Ruhe, den Herbstwald und dann das absolute Highlight: dieser fantastische Ausblick vom Gipfel. Der verschneite Schneeberg, die Hohe Wand und der Wechsel und Bucklige Welt. All das habe ich nur für mich alleine (nur einmal begegnet mir ein anderer Wanderer).

 

Herbst in Strelzhofer Schlosspark

Blick auf Strelzhof
Ausblick auf die charakteristische Pappellallee in Strelzhof und den Wechsel
Weinberg mit Blick auf die Ruine Emmerberg
Abschlusshighlight: herbstlicher Weinberg & Ruine Emmerberg

Ende des Monats ist der Herbst dann in voller „Wucht“ eingetroffen. Das Farbenspiel, das ich täglich bei der Autofahrt am Eingang in den Schlosspark Strelzhof vorbei ziehen sehe, schauen wir uns nochmal genauer an. Wir schlendern durch den Schlosspark und die beiden Mädels sausen vergnügt durch die unzähligen herabgefallenen Blätter. Sie tanzen im Blätterregen (ungelogen) und bauen einen Laubhaufen für die Igel. Am Fuße des Kienbergs gehen wir wieder zurück nach Hause und genießen von dort noch die Aussicht auf die Pappellalle und die umliegende Gegend.

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