Vor allen anderen auf der Piste – dank der Pitzis Morgenrunde im Pitztal in Tirol

Schi auf leerer Piste vor Bergpanorama, aufgenommen bei der Pitzis Morgenrunde im Pitztal
Vor allen anderen auf der Piste sein. Als allererster die Spuren im Schnee ziehen und dabei die wunderschöne Morgenstimmung samt Bergpanorama im Pitztal genießen. Doris hat die Pitzis Morgenrunde getestet und ist begeistert! ©Doris Prohaska,dorisworld.at

kurz&bündig

Schon mal vor allen anderen auf der Piste gewesen? So quasi eine jungfräuliche Piste befahren? Wie ihr ja wisst, werden in Österreich nur mehr nachts die Pisten präpariert. Das heißt morgens hat man meistens noch traumhafte Schneeverhältnisse, bis sich spätestens mittags auf Grund der vielen Schifahrer auf den Pisten der Schnee zu unguten Hauferln zusammenschiebt.

Einmal in der Woche bietet das Pitztal, Tirol, genauer die Schiregion Hochzeiger, Jerzens die Möglichkeit, vor allen anderen auf der Piste zu sein. Zusammen mit Benni Raich, ehemaliger Schi-Rennläufer, zweifacher Olympiasieger, 3facher Weltmeister hab ich die „Pitzis Morgenrunde“ getestet.

Pitzis Morgenrunde

als erster auf der Piste mit Benni Raich

Doris auf der Pitzis Morgenrunde
Als allererster auf der Piste! ©Doris Prohaska, dorisworld.at

Um ca. 7:30 starten wir bei der neuen Zirben-Bäckerei bei der Talstation. Es gibt Kaffee und frische Croissants, bevor wir zusammen mit Benni Raich und Thomas Fleischhacker, Seilbahnchef der Hochzeiger Seilbahnen, Richtung Seilbahn aufbrechen. Normalerweise ist erst Seilbahn-Betrieb ab 09:00 Uhr, wir aber werden nun ca. 1 Stunde und 15 Minuten Zeit haben, die ersten Spuren in die 40 Pistenkilometer des Skigebiets Hochzeiger zu setzen. Vor allen anderen.

Es zeichnet sich ein perfekter Schitag am Himmel ab. Es ist eiskalt und der Himmel ist klar. Es ist zwar schon hell, aber die Sonne muss noch aufgehen. Ich bin kribbelig und aufgeregt. Ich weiß jetzt schon, ich werde ein unglaubliches Bergpanorama haben. Auch bin ich müde, da ich schlecht geschlafen habe. Zu viele Gedanken sind mir durch den Kopf gegangen. Gedanken wie: ob ich Benni Raich und der Gruppe mit meinem schifahrerischen Können nachkomme? Schaff ich das? Zu dem Zeitpunkt weiß ich noch nicht, dass all meine Sorgen unbegründet sind.

Oben an- und gleich ins Staunen gekommen

Auf 2.000 Metern oben angekommen, warten wir zusammen. Das Bergpanorama ist atemberaubend schön, und mir stehen Tränen in den Augen. Der Schnee, das Blau des Himmels und die Sonne, die ein rosa Licht auf die Bergspitzen wirft. Ich kann euch gar nicht sagen, wie patriotisch man dann plötzlich als Österreicher wird. Ich bin unendlich dankbar, Zeugin dieses Naturspektakels zu sein. Benni Raich scherzt und meint: „So was gibt Kraft, gell. Die Berge und so.“ Tja, und ich kann ihm nur zustimmen. Benni Raich ist ja selbst ein Pitztaler, und die Pisten des Hochzeigers sind sein Heimat-Schigebiet.

Bergpanorama bei der Pitzis Morgenrunde,
Dieses Panorama braucht keine weiteren Worte. Da zahlt sich das früh Aufstehen aus! ©Doris Prohaska, dorisworld.at

40 Kilometer feinst jungfräulich präparierte, menschenleere Piste liegen jetzt vor mir. Ich darf heute mit ca. 10 anderen Personen und Benni Raich die ersten Spuren in den Schnee im Hochzeiger Schigebiet setzten. Ich kann es gerade nicht glauben, und als ich die ersten Schwünge im Schnee setzte, will ich am liebsten schreien: „Zwickts mit i glaub i tram.“

Ja und dann fahren wir ja Schi mit Benni Raich…!

Ich bin so mit mir und dem genialen Schifahr-Erlebnis beschäftigt, dass ich Benni Raich fast gar nicht mitbekomme. Fährt er vor mir? Hinter mir? Keine Ahnung, nur wenn die Gruppe zusammenwartet, steht er plötzlich auch wieder da und spricht mit uns über seine Erlebnisse als Schi-Rennfahrer und seine Profi-Karriere.

bei der Pitzis Morgenrunde
©Doris Prohaska,dorisworld.at

Es geht weiter. Die Sonne ist nun ganz raus. Der Schnee glitzert mit der Sonne um die Wette. Wir fahren, und auch Benni Raich zieht dann mal an uns vorbei und ich kann ihn dabei filmen. Wir fahren nochmals mit dem Sessellift hoch, noch ein paar Abfahrten und schon sind die 1,5 Stunden um. Während ich zur Mittelstation zum Frühstücken fahre, grinse ich über das ganze Gesicht. Schön langsam fangen sich die Pisten zum Füllen an, jedoch ist es definitiv noch frühmorgens. Ein kompletter Schitag mit Kaiserwetter steht mir noch bevor.

Mein Fazit zur Pitzis Morgenrunde:

Ich kann es wirklich, wirklich empfehlen. Ich fahre schon seit meiner Kindheit Schi, aber das ist etwas ganz Besonderes. Wenn ihr also Urlaub, Kurzurlaub im Pitztal macht, fast ein Pflicht-Termin. Das Schigebiet Hochzeiger liegt auf rund 2.000 Höhenmetern, da ist Schnee-Sicherheit von Jänner bis März mehr oder weniger garantiert. Auch möchte ich noch erwähnen, dass die Pisten am Hochzeiger echt der Traum sind. Ich mag Schigebiete, wo die Pisten schön breit sind und die Hanglage angenehm. Nichts Schlimmeres, wenn die Pisten schmal und schlurfartig sind.

Das beinhaltetet der Preis die „Pitzis Morgenrunde“

Frühstück bei der Pitzis Morgenrunde
Auf das leibliche Wohl wird bei der Pitzis Morgenrunde natürlich auch nicht vergessen. ©Doris Prohaska, dorisworld
  • Start um 7:30 bei der Talstation der Hochzeiger Bergbahnen. Für alle Frühaufsteher gibt es aus der Zirbenbäckerei an der Talstation einen Guten Morgen Kaffee oder einen Zirben-Cappuccino.
  • Hochfahrt mit der Seilbahn auf 2.000 Meter. Schwünge ziehen auf den frisch präparierten, menschenleeren Pisten. Das Geschäftsführer-Team der Hochzeiger-Bergbahnen gibt dazwischen immer wieder interessante Hintergrundfacts aus dem Schigebiet. Als krönender Abschluss wartet die längste Abfahrt im Skigebiet mit einer Länge von 7 Pistenkilometern und knapp 1.000 Höhenmeter.
  • Ab ca. 09:15 Uhr wartet ein exklusives Bergfrühstück im Zeigerrestaurant.

Das rät dir freets für deine „Pitzis Morgenrunde“:

  • Du solltest Schifahren können. Wichtig ist, dass du jede Piste einfach und problemlos fahren kannst.
  • Die „Pitzis Morgenrunde“ findet jeden Mittwoch in Jerzens im Pitztal im Schigebiet Hochzeiger statt. Buche rechtzeitig über den Tourismusverband deine Morgenrunde. Das ist einfach über die Webseite des Tourismusverbandes möglich.
  • Die „Pitzis Morgenrunde“ ist auch für Kinder geeignet, vorausgesetzt ist schifahrerisches Können.
  • Auch als Gutschein erhältlich. Sicherlich etwas ganz Besonderes für seinen Lieblingsmenschen.
  • Das Pitztal liegt in Tirol, gleich neben dem Ötztal und ist für mich ein weit unterschätztes Schigebiet. Schneesicher, breite, familienfreundliche Pisten. Ganz hinten im Tal ein Gletscher, wo man das höchste Schigebiet Österreichs (3440m) findet. Darum heißt das Pitztal auch das Dach Tirols. Kein Massentourismus so wie ich ihn in anderen Tälern in Österreich erlebt habe. Die Wintersport-Möglichkeiten sind in diesem Tal schier unbegrenzt und einzigartig auf Grund der Höhenlage.
  • Die Anreise mit dem Auto ist einfach. Auf der Autobahn Richtung Innsbruck, bei Imst abfahren, dann führt die Straße schon ins Pitztal. Im Winter sollte man für das Auto eine gute Ausrüstung haben. Die Straßen sind schmal und kurvenreich, dafür aber malerisch schön.
    Mit dem Zug: Möglich. Einfach auf der ÖBB-Homepage schauen für günstige Tickets. In Imst muss man dann umsteigen.

Nützliche Hinweise für die Pitzis Morgenrunde

Jerzens, Pitztal im Schigebiet Hochzeiger
Start Talstation Hochzeiger Bergbahnen
Öffnungszeiten: 10.01.-28.03, immer mittwochs ab 07:30
Preis: 49,00 Dauer: ca. 1,5 Stunden
Buchbar über Tourismusverband Pitztal
Kontakt: +43 (0) 5414 86 999 (Mo-Fr 08:00-18:00 Uhr, Sa 09:00-12:00 Uhr) info@pitztal.com
Aktualisiert: 19. Februar 2018
https://www.pitztal.com/de/aktuelles/events/pitzis-morgenrunde

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