Blick vom Gipfel des Plankogels, Sommeralm
Wandern mit Kleinkind im Almenland, geht das? Wir haben zum Glück einen kurzen, wenn auch sehr steilen, Weg gefunden: am Gipfelweg 30 Minuten von der Stoakogelhütte zum Gipfelkreuz. Inklusive fantastischer Aussicht.

Mini-Wanderung auf den Plankogel bei der Sommeralm

kurz&bündig:
In nur 30 Minuten auf den Gipfel des Plankogels. Auf 1513 Meter Seehöhe zu einem wunderschönen 360° Panoramablick über das Almenland. Möglicherweise sogar zum schönsten der Sommeralm. Die Miniwanderung auf den Plankogel ist einfach ideal, um schnell mal auf den Berg zu kommen. Für alle, die nicht lange wandern können oder wollen, aber trotzdem nicht darauf verzichten möchten.

 

Drei Mal sind wir insgesamt bei der Stoakogelhütte vorbei und über die Sommeralm gefahren. Immer wieder wurde unsere Fahrt von Kuhbegegnungen und Fotostopps unterbrochen. Letztere selbstverschuldet, aber genauso notwendig. Denn der Blick über die Sommeralm – diese sanfte, subalpine steirische Landschaft mit den saftig grünen Almwiesen – ist einfach zu schön, um ihn nur gedanklich festzuhalten.

Landschaft, Sommeralm
Beeindruckende Landschaft auf der Sommeralm

Trotz allem waren mir diese Fotostopps dann doch zu wenig und überhaupt ein Urlaub im Almenland ohne Wanderung, das nagte schon ein wenig an mir. Denn trotz Kleinkindern musste es doch irgendwie möglich sein, ein wenig über die Almen zu wandern und diese wunderschöne Gegend auch zu Fuß zu erkunden. So wurde am letzten Tag am Frühstückstisch mit den übrigen Reisebloggern beraten (einige waren ja schon tags zuvor wandernd unterwegs) und eine Mini-Wanderung auf den Plankogel für uns gefunden. Für uns und für alle anderen Eltern, die zukünftig mit ihren (Klein-)Kindern eine Wanderung im Almenland unternehmen möchten.

Der Gipfelweg auf den Plankogel – 30 Minuten steil bergauf

Schlicht gesprochen haben wir uns für einen direkten Weg entschieden. Steil bergauf, 30 Minuten, von der Stoakogelhütte aufs Gipfelkreuz des Plankogels. So fahren wir ein letztes Mal das idyllische Stück von unserer Unterkunft (Naturhotel Bauernhofer) auf der Brandlucken zur Sommeralm. Wir parken unser Auto bei der Stoakogelhütte und begrüßen die Kühe, die auf der anderen Straßenseite unbeeindruckt und in idyllischer Lage grasen.

Direkt neben bzw. ein Stück hinter der Hütte beginnt der Gipfelweg. Gut beschildert und nicht zu verfehlen. Ein paar Schritte geht es anfangs gemächlich dahin. Langsam wird die Stoakogelhütte kleiner, das Lachen und Plaudern der Gäste immer leiser. Bald schon beginnt der Weg steiler zu werden und wir drosseln unser Tempo. Immerhin müssen wir unsere Kräfte gut einteilen, ein ordentliches Steilstück liegt noch vor uns. Schritt für Schritt gehen wir weiter nach oben, Stück für Stück legen wir zurück.

Während mein Mann mit Mini und Wanderkraxe am Rücken konsequent weiter geht (was auch nötig ist, denn das Gewicht hängt sich schon rein mit der Zeit), legen die Große und ich immer wieder kurze Pausen ein. Wir blicken zurück und schauen wie weit wir schon gegangen sind, oder setzen uns ins Gras, um ein wenig auszurasten. So schafft unsere knapp Vierjährige das steile Stück ohne Jammern und Probleme und ich bekomme die Gelegenheit und die Zeit die Aussicht und Natur zu genießen.

Den Panoramablick vom Plankogel genießen und Modellflieger schauen

Nun trennen uns nur noch ein paar Schritte vom Gipfelkreuz, die wir schnell zurücklegen. Auf 1513 Meter machen wir unser erstes Gipfelkreuzfoto als vierköpfige Familie, unser erstes „richtiges“, alpines. Mit ordentlichem Sicherheitsabstand genießen wir den wohlverdienten Panoramablick auf die umliegende Berglandschaft (angeblich sieht man von hier sogar bis zur Rax), der wirklich außerordentlich schön ist. Wir beobachten das Licht und Schattenspiel zwischen Bergen und Wolken und beobachten die Modellflieger, die nur ein paar Meter von uns entfernt in die Lüfte starten.

Ein wenig abseits gibt’s dann eine kleine Pause, in der wir die Landschaft, die Sonne und überhaupt das perfekte Wetter hier genießen. Ja und die Modellflieger weiter beobachten, wie sie genau vor uns durch die Lüfte gleiten. Bis es wieder den gleichen Weg bergab geht, schneller diesmal, aber ohne Hast.

Kuhbeobachtungen auf der Stoakogelhütte
So viele Kühe auf einem Haufen, dazu noch Autos, die warten müssen, bis sie Platz machen. Da gibt’s für die Kleinen natürlich viel zu beobachten.

Unten angelangt gibt es noch eine deftige Jause und Erfrischung in der Stoakogelhütte samt zahlreichen Kuhbeobachtungen, an der nun auch die Jüngste begeistert teilnimmt.

PIN Plankogel Gipfelwanderung
Klingt gut? Dann merk’ dir die Idee für später! Dieses Bild kannst du gleich auf deine Pinnwand pinnen!

Das rät dir freets für deine Miniwanderung auf den Plankogel

  • Parkplatz: ausreichend direkt bei der Hütte vorhanden
  • Einkehrmöglichkeit: Stoakogelhütte
  • Weiterwandern: der Gipfelweg ist Teil eines größeren Rundwanderwegs (8 Kilometer) rund um und auf den Plankogel
  • Hunde sind erlaubt (aber besser an der Leine, weil hier ja auch Almbetrieb ist), er Weg ist allerdings wirklich steil

*Einladung: Die Reise ins Almenland wurde vom Österreichischen Umweltzweichen und dem Naturhotel Bauernhofer unterstützt. Dies hat natürlich keinerlei Einfluss auf die wiedergegebene Meinung bzw. den Inhalt des Artikels.

Besucherinfos

Stoakogelhütte St. Kathrein am Offenegg 122, 8171 Sommeralm
Öffnungszeiten: jederzeit
Preis: kostenlos
Dauer: 30 Minuten
Schwierigkeitsgrad: leicht
Aktualisiert: 13. 10. 2020

Zuletzt besucht: Juli 2020

More from Claudia

Zootiere kennen lernen mit „Mein 1. Tiergarten Schönbrunn Buch“

Was ist eigentlich ein Tunnelbecken, wer lebt im Regenwaldhaus und wusstest du,...
Mehr lesen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.