Krokodile, Echsen, Schlagen und laute Papageien – unser Besuch im Reptilien -Zoo Forchtenstein

kurz&bündig

Im Reptilien-Zoo Forchtenstein kannst du einheimische und exotische Reptilien aus aller Welt genauer beobachten und mehr über sie, ihre Lebensräume, Lebensweise und Bedürfnisse erfahren. Eine große Vielzahl verschiedener Echsen, Schlangen und Kröten leben hier und können von Groß und Klein besucht und bestaunt werden. Fütterungen und Sonderausstellungen runden das Besucherprogramm ab.

So der große Reptilienfan bin ich eigentlich gar nicht. Obwohl die Wasseragame, die mein Bruder lange bei sich in der Wohnung hatte, eine erste freundschaftliche Beziehung aufgebaut hat. Den Reptilien-Zoo in Forchtenstein wollte ich dennoch schon länger besuchen. Weil sie ja trotzdem spannend, exotisch, manchmal auch gefährlich sind und eine gewisse Faszination ausüben. Vielleicht, so dacht‘ ich mir, ja auch auf meine Tochter, die hier das erste Mal Krokodile und Schlangen sehen würde.

Was es im Reptilien-Zoo Forchtenstein zu sehen und tun gibt

Nach ein paar Schritten stehen wir schon mittendrin, zwischen Echsen und Schlangen. Meine Tochter anfangs noch skeptisch, lässt sich einmal alles von meiner Tante (ausgewiesener Reptilienfan und Kenner des Reptilien-Zoos) zeigen. Die anfängliche Skepsis weicht Neugierde und schon bald lässt sie sich alle paar Meter hochheben, damit sie einen Blick ins Terrarium werfen kann (eigentlich gibt es ja gleich beim Eingang eigene Stockerl für Kinder, damit sie besser rein schauen können, die haben wir aber natürlich erst beim Rausgehen entdeckt). In dieser bequemen Lage lässt sie sich erzählen, wie groß diese oder jene Schlange wird und macht es sich bald zum Spiel, die gut getarnten Tiere in den jeweiligen Terrarien zu finden.

Reptilien-Zoo Forchtenstein Terrarien UG
Zahlreiche Terrarien beherbergen verschiedene Reptilien aus aller Welt. Die Hinweistafeln informieren über Lebensweise, Herkunftsort und andere Eigenschaften.

 

Echse
Einige machen es uns leicht sie zu finden, da sieht dann anscheinend auch die Neugierde. 

Gut getarnt, das sind sie wirklich und das können sie hier auch sein. Denn die unterschiedlichen Lebensräume sind gekonnt nachgeahmt. Terrarium reiht sich an Terrarium, Tier an Tier. Es sind überraschend viele, aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt. Über die es viel zu erfahren, zu lesen und zu lernen gibt. Jedes Terrarium ist mit einem Hinweisschild versehen, das informiert, wie groß das Tier wird, wo es ursprünglich lebt, wie tödlich und gefährlich es ist und so weiter. Stunden könnten man hier verbringen.

Krokodile im Reptilien-Zoo Forchtenstein
Fast unsichtbar und regungslos lauern die Krokodile im Wasser.

Vor allem, wenn man sich nicht losreißen kann. So mir passiert, ganz am Anfang, bei den Krokodilen. Gebannt stehe ich vor ihnen, nur getrennt durch eine Glasscheibe. Beobachte den bewegungslosen Körper, die stets offenen Augen, die mich wiederum lauernd beobachten. Lange stehe ich da und versuche die geringste Bewegung auszumachen. Vergeblich.

Schneller geht es wiederum, wenn ein Bereich im Eiltempo durchquert werden muss. Weil das Geschrei der Papageien einfach nicht auszuhalten ist. Wenn sie so laut sind, dass man gar nicht hinschauen kann (Zitat meiner Tochter) und man einfach ganz schnell in den nächsten Raum flüchten muss. Und so werden die Schildkröten und anderen Tiere dieses Bereichs nur eines kurzen Blickes gewürdigt und man selbst schnell in eine ruhigere und sicherer Umgebung gebracht.

Schildkröten im Reptilien-Zoo Forchtenstein

Nach weiteren Terrarien im Obergeschoss (Amerika), einem kleinen Snack im neu eröffneten Café und dem Streicheln einer großen Schlange (die anfängliche Skepsis ist definitiv ganz viel Mut gewichen) gibt’s noch eine Schlange aus dem Shop als Souvenir und ganz viele prägende Erinnerungen, vor allem an den Papagei. Der anschließende Abstecher zur Burg musste natürlich auch noch sein (#derkunsthistorikerkommthaldimmerdurch), wo ich ein wenig Architektur schauen und die Aussicht genießen durfte, Onkel und Kind sich als Ritter versuchten und noch ein abschließendes köstliches Mittagessen folgte.

 

Das rät dir freets für deinen Besuch im Reptilien-Zoo Forchtenstein

  • Für Kinder gibt’s am Eingang ein Stockerl, damit sie gut in die Terrarien hinein schauen können.
  • Fütterungen: Samstag 14:00 Krokodile, Sonntag: 14:00 Schlangen und Echsen; Tiere anfassen: Sa und So: 13:00, 15:00, 17:00
  • Kinderwagen: Das gesamte Areal ist barrierefrei zugänglich.
  • Kinder unter 14 nur in Begleitung eines Erwachsenes (ab 18 Jahre).
  • Parkplatz: direkt vor dem Reptilienzoo vorhanden
  • Die Burg Forchtenstein ist in wenigen Gehminuten erreichbar. Hinein kommt man zwar nur mit Führung, aber drum herum ohne. Die Ausblicke von der Burgmauer und ein Blick in den wunderschönen Innenhof gehen so auch. Im Restaurant lässt sich gut essen.

Nützliche Hinweise für deinen Besuch

Melinda Esterhazy-Platz 6, 7212 Forchtenstein
Öffnungszeiten: April–September: täglich 10:00–18:00 (letzter Einlass: 17:00), Oktober–März: Wochenende, Feier- und Fenstertag: 10:00–17:00 (letzter Einlass 16:00), ab 4. Advent bis 1. Februar geschlossen
Preis: Erwachsene: 14,50; Kinder (5–15): 8,50; Schüler ab 16, Studenten, Präsenzdiener, Menschen mit Behinderung, Pensionisten: 10,50
Dauer: 1,5 Stunden
Aktualisiert: 03. Dezember 2019
http://www.reptilienzooforchtenstein.com

Zuletzt besucht: Juli 2019

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