Zur Rottenmanner Hütte und dem Globuckensee wandern

Wanderweg zur Rottenmanner Hütte und zum Globuckensee, Steiermark
Ja, die Steigung hat es in sich. Aber alles andere ist einfach fantastisch. Die Vegetation, die Aussicht, die Rast bei der Hütte und der versteckt gelegene Bergsee.

kurz&bündig

Kniehoch wachsende Farne, üppig grünes Gras, rosa blühende Blumen, ein grüner Bergsee und lauschige Pausenplätzchen. So ein großartiges Rundherum erwartet dich bei einer Wanderung zur Rottenmanner Hütte und zum Globuckensee. Die rund 3,5 Kilometer hinauf zum See haben’s aber in sich. Für die Strecke solltest du also fit sein und zumindest mittelmäßig in Form. Zum Glück gibt’s ja aber auch die Rottenmanner Hütte zum Pausieren und Kräfte und Energie tanken.

Zugegeben, hätte uns nicht eine Freundin zu einem Wochenende nach Rottenmann eingeladen, so schnell wär ich wahrscheinlich nicht in dieses Eck der Steiermark gekommen. Oder hätte dort eine Wanderung unternommen. Und so muss ich eigentlich gleich zu Beginn danke sagen; nicht nur für die Einladung, sondern, dass ich so in diese unglaubliche Gegend gekommen bin. Denn, und das auch gleich zu Beginn, landschaftlich war die Wanderung zum Globuckensee und zur Rottenmanner Hütte so was von großartig. Dass die Anstrengung fast nicht gestört hat. Zumindest im Nachhinein gesehen.

Pilgern zur Rottenmanner Hütte

Wanderung zur Rottenmanner Hütte und zum Globuckensee, Pilgerstation mit Gebetsfahnen
Ein Pilgerweg der Weltreligionen ist das eigentlich, der Weg zur Rottenmanner Hütte (und weiter). Zahlreiche Stationen beschäftigen sich mit den unterschiedlichen Glaubensrichtungen und laden zum Nachlesen ein.

Los ging’s bei der Talstation der Materialseilbahn, wo wir auch unser Auto gleich parken konnten. Immer der rot-weiß-roten Beschilderung nach, immer bergauf und immer am Pilgerweg entlang. Wobei in der Wandergruppe schon ganz zu Recht gleich bemerkt wurde: „Uje, ein Pilgerweg. Da muss man immer büßen, da geht’s sicher ganz schön rauf.“ Ja, besagter Jemand ist mit mir hald auch schon den Pilgerweg bei St. Wolfgang gegangen; und ja, besagter Jemand hatte Recht. Aber während sich in St. Wolfgang die Steigung dann nach einer Zeit wieder etwas legte, blieb sie hier. Konsequent, ausdauernd, kräftezehrend.

Bergauf ging es, vorbei an kniehohen Farnen, rauschenden Bächen (OK, es war nur einer) und Pilgerstationen. Ganz den Weltreligionen gewidmet übrigens, immer mit einer Beschilderung. Die aber, ganz unüblich für mich, ignoriert wurde. Zu sehr musste ich mich konzentrieren, einen Fuß vor den anderen zu setzen. Hätte ich das nicht gemacht, ich wär wieder umgedreht. Und da hätt ich mich heute noch geärgert.

Eigentlich war das nämlich schon kurz vor der Rottenmanner Hütte klar, dass sich die Anstrengung schon lohnt. Wo die Steigung kurz nachließ und der Weg durch satte Wiesen führte. Vorbei an einer kleinen Holzhütte, immer mit Blick aufs Gebirge (siehe Titelfoto). Richtig schön. Und vielleicht lag es auch daran, dass es mal ein wenig flacher zuging, richtig genossen hab’ ich diese Natur um mich. So sehr, dass ich in Anbetracht der Hütte gleich auch dafür war, noch zum See zu gehen. Weil, jetzt war man ja immerhin schon drin und ein warmes Essen bringt einen doch wieder aus dem Rhythmus.

Noch ein wenig weiter zum Globuckensee

Blick auf den Globuckensee bei der Rottenmanner Hütte
Was für ein Anblick. Der Globuckensee bei der Rottenmanner Hütte liegt idyllisch eingebettet in den Bergen.

Wobei, der Name klingt ja eigentlich nicht sehr vielversprechend. Aber, so viel sei gesagt, der See macht seinem Namen keine Ehre. Erstens, weil es eher Teich als See ist (das aber nicht minder schön ist) und zweitens, weil beim Anblick des Gewässers da die vorab aufkeimende Assoziation mit dem stillen Örtchen zur Verrichtung der Notdurft schnell wieder abflaut. Viel mehr vergessen wird angesichts des friedlich eingebetteten grünen Bergsees.

Auch nicht der Weg dorthin. War nämlich schon der Aufstieg zur Hütte eigentlich inmitten üppiger Vegetation, so wird das hier nochmal um ein Vielfaches getoppt. So grün war es hier, dass ich schon fast glaubte ich bin wieder in Schottland gelandet. Da kommt man natürlich nicht aus dem Staunen raus.

Impressionen zur Wanderung Rottenmanner Hütte / Globuckensee

Eckdaten: Talstation Materialseilbahn –bergauf entlang des Pilgerwegs der Weltreligionen – Abzweigung Bründlweg möglich inklusive Raststelle und Auffüllmöglichkeit für Wasser – nach rund 1 Stunde: Rottenmanner Hütte – 20 – 30 min hinter der Hütte hinauf in Richtung Globuckensee (beschildert) – am selben Weg retour in Richtung Hütte und Talstation

Das rät dir freets für deine Wanderung zur Rottenmanner Hütte

  • Parkplatz: bei der Talstation der Materialseilbahn vorhanden
  • Festes Schuhwerk. Meistens gehst du auf Schotterpisten / Forstwegen
  • Die Wege führen nur zum Teil durch den Wald und sind manchmal in der Sonne. Also gut ausrüsten in Sachen Sonnenschutz.
  • Auf der Rottenmanner Hütte gibt es warme Mahlzeiten und die Möglichkeit zu Übernachten. Mehr Infos auf der Website der Hütte.
  • Für Motivierte: Der Weg kann auch ausgedehnt werden. Kurz vor der Rottenmanner Hütte geht’s zum Panoramaweg (+2 Stunden) und auch von der Hütte gibt’s einige weitere Wanderwege.

Nützliche Hinweise für deine Wanderung

Ausgangspunkt: Talstation Seilbahn Rottenmann
Öffnungszeiten: immer, Hütte kontaktieren
Preis: kostenlos
Länge: 7,20 Kilometer (3,6 bis zum Glohbuckensee), 466 Höhenmeter
Dauer: rund 2,5 Stunden ohne Pause
Schwierigkeitsgrad: mittel
Aktualisiert: 04. Juli 2017
www.rottenmannerhuette.at/sommer/29-huette-globuckensee

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