April 2020 – Rückblick und Highlights

Rückblick April 2020
Auch wenn der April von Ausgangsbeschränkungen und Corona-Krise überschattet wurde und bei uns in Sachen Ausflug nicht viel passiert ist - rückblickend haben wir viel Schönes erlebt, viel Zeit zu viert verbracht und ganz viel Zeit in der Natur.

Sicherlich haben sich viele das Ende des Aprils 2020 herbei gesehnt. Dieser Monat war dank Corona-Krise eine Zeit voller Einschränkungen. Mit dem heutigen Tag, dem 1. Mai, soll es besser werden. Wir dürfen wieder Ausflüge machen, unsere Kinder erobern die Spielplätze zurück, Freunde und Familie können im kleinen Rahmen wieder Teil unseres realen Lebens werden. Auch wenn es nach wie vor Einschränkungen gibt (Reisen, Maskenpflicht, nur schrittweise Öffnung), scheinen die Möglichkeiten plötzlich mit einem Schlag größer zu werden. Dennoch, ich weiß, dass auch das Stiefkind April so einige schöne Momente zu bieten hatte und genau diese schönen Stunden sind es, an die ich mich erinnern möchte. Grund genug für einen monatlichen Rückblick, auch wenn bei uns nicht allzu viel passiert ist.

Wenn ich an die Corona-Krise und die Ausgangsbeschränkungen zurück denke, kommen mir vor allem zwei positive Dinge in den Sinn: viel Zeit zu viert und viel Zeit in der Natur. Was also im März schon begann, ging im April intensiv weiter.

 

Entdeckungstouren in der Heimat

Fast täglich sind die Mädels und ich am Vormittag zu einem Spaziergang aufgebrochen. Während Papa brav im Home-Office gearbeitet hat, haben wir die Sonne, den Frühling und die frische Luft genossen. Wir haben unseren Heimatort so richtig erkundet, sind unter der mächtigen Pappelallee spaziert, oder durch die Birkenallee gelaufen. Wir haben Veilchen, Himmelschlüsserl, Sumpfdotterblumen und Baumstümpfe voller Schwammerl entdeckt, das rauschende Wasser im kleinen Bach beobachtet und ordentlich für zukünftige Wanderungen im Sommer und Herbst geübt.

Meistens sind wir dabei direkt von zu Hause weg gegangen, durch Strelzhof durch, manchmal auch durch Dörfles. Je nach Ausdauer und Motivation haben wir unsere übliche Runde ausgebaut oder abgekürzt, ohne dass es richtig fad geworden wäre.

Mini-Wanderungen und Waldentdeckungen

Trotzdem hab’ ich mich dann nach ein paar Wochen nach ein wenig Abwechslung gesehnt und so sind wir – nach tagelangen leeren Versprechungen – einmal raus aus dem Ort und in den Wald gegangen. Haben uns quasi auf Waldexpedition begeben, auf der Suche nach Besonderheiten und Sehenswertem. Die kleine Maus in der Kraxe, die Große an der Hand, im Rucksack eine gute Jause. 4 Kilometer sind wir (diesmal zu viert) marschiert, bis hinauf zum „Schönen Ausblick“. Dort haben wir ein kleines Waldpicknick gemacht und die Sonne genossen.

Dieser Abstecher hat wohl die Sehnsucht nach mehr geweckt. Das dazugehörige kleine Tief in Sachen Corona (keine Kindergarten-Perspektive, keine Freunde, keine Reisen, …) wurde mit ein bisschen Abwechslung in der täglichen Routine bekämpft. Ende April gab es daher einen kurzen Abstecher zum Natur- und Erlebnisweg im Föhrenwald in St. Egyden. Ein kurzer Pfad durch den Wald, mit Infotafeln, Erlebnisstationen und Spielen. Waldglockenspiel, Kegeln oder Dosenwerfen wurden mit Begeisterung ausprobiert, das Walddomino von der Großen aufgebaut und der Kleinen umgeschmissen. Den Mädels hat es so gut gefallen, dass wir auch am nächsten Tag wieder hergekommen sind.

Höflein, Blick auf die Pfarrkirche
Vorbei an der Pfarrkirche geht es in eine abgelegenes Eck von Höflein. Perfekt für einen kurzen Spaziergang.

Auch in unseren Nachbarsort Höflein hat es uns im April verschlagen, als wir einer Empfehlung in meiner neuen Facebook Gruppe („Freizeit mit Familie im südlichen NÖ„), gefolgt sind. Unterhalb der wunderbar liegenden barocken Pfarrkirche Maria Kirchbüchl (die einfach immer ein schönes Bild abgibt) sind wir die sogenannte Komühle entlang spaziert. Eine kleine asphaltierte, aber kaum befahrene, Straße, führt uns entlang eines kleinen Bachs zurück ins Dorf. Vor uns der Schneeberg, rings herum viel Ruhe und Natur (blühende Obstbäume, schlafende Schafe). Auch hier war die Begeisterung groß und mir wurde das Versprechen abgenommen, bald wieder mit Laufrad herzukommen.

 

Neue Einkaufsgewohnheiten – Ab Hof Einkauf und andere kulinarische Highlights

Auch das Einkaufen bringt etwas Abwechslung. Denn im Zuge der Ausgangsbeschränkungen sind Ab-Hof Einkäufe ebenso Teil unseres Alltags geworden. Rund alle zwei Wochen fahre ich mich mit der Großen zum Bio-Bauernhof (Land Kind) in Mollram, um Mehl, frisches Brot, Äpfel und sonstige regionale Bio-Ware einzukaufen. Auch den Ab-Hof-Verkauf im quasi benachbarten Bauernhof Stangl probieren wir aus und kosten uns durch diverse Fleischspezialitäten. Das gekaufte Mehl verarbeiten wir übrigens ebenfalls nun regelmäßiger zu selbst gebackenem Bauernbrot, das ab und zu nun auch mit dem köstlichen Emmerberger Schinken belegt wird. Denn auch vom Puchegger Wirt in Winzendorf gönnen wir uns ab und zu ein gutes Mittagessen. Bei der Abholung „muss“ jedes Mal der dort produzierte Schinken auch mit nach Hause.

 

Ostern 2020

Und dann ist da ja auch noch Ostern. Die Vorfreude aufs Fest ist zwar ein wenig gedämpfter als letztes Jahr (wahrscheinlich wegen dem fehlenden Kindergarten), aber natürlich haben wir uns auch ordentlich auf den Osterhasen vorbereitet.

Ostereier mit Kurkuma gefärbt
Rund 2,5 Stunden dauert das Eierfärben mit Kurkuma, 2 Stunden davon ziehen die Eier im Sud. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Basteln Osterdeko, malen die Tafelwand passend an, färben Ostereier, die dann der Osterhase brav im Garten versteckt. Zum Glück hat er schon etwas mehr Versteckmöglichkeiten als letztes Jahr. Zur Freude der Großen ist der Osterhase auch heuer nicht ganz so streng auf Ostern und unseren Garten fixiert. Er hat es nämlich gar nicht bis Ostern ausgehalten und schon am Freitag vorher Eier bei den Patentanten der Töchter versteckt, die wir schon vorher bekommen. Überhaupt, verliert er heuer auffällig häufig anderswo Schoko-Osterhasen und Eier für uns, die ebenfalls die nächsten Tage eintrudeln

 

Gartenpläne, -runden und -entdeckungen

Den Rest der Zeit verbringen wir, soweit es das Wetter zulässt viel draußen. Die neue Sandkiste wird ordentlich eingeweiht, die Mädels wechseln sich täglich beim Endlos-Schaukeln ab, wir gießen Blumen (beide helfen da mittlerweile schon brav mit, die Kleine versucht es zumindest) und pflanzen noch mehr Blumen und Sträucher ein.

 

 

Sandkiste, Rückblick April 2020
Sandspielen ist doch einfach das Schönste!

Auch die tägliche Gartenrunde gehört für uns mittlerweile zum Alltag. Während die Große erzählt was in ihrem Garten alles wächst (offenbar gehört ihr der große Teil und mir der schmälere an der anderen Hausfassade) und wie sehr sie sich auf die Himbeeren, Erdbeeren und Heidelbeeren freut, freue ich mich über jede einzelne neue Blüte und über jede einzelne Staude, die wieder um ein paar Zentimeter gewachsen ist.

Rauffangkehrer Rückblick 2020
Besonders die Rauffangkehrer unter den Birken machen mir wochenlang Freude.

Mein Mann und ich tüfteln an weiteren Planungsideen für den Garten, bauen einen Rosenbogen (gut er, nicht ich) und arbeiten am neusten Kinder-Garten-Projekt, das ich dir wohl im Mairückblick ein wenig zeigen kann.

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