Wird aus freets doch ein Mamablog?  Ein paar Tatsachen und Gedanken. 

cof

Könnt ihr euch erinnern? Ende letzten Jahres, als ich euch von unserem Familienzuwachs erzählt habe, hab ich auch ganz klar fest gehalten: Fürchtet euch nicht, aus freets wird kein Mamablog. Weil, auch wenn es einfacher wäre, ich will nicht über meinen Alltag als Mama berichten. 8 Monate später dann das. Ein Beitrag von mir mit DIESEM Titel. Was ist da los, werdet ihr euch berechtigterweise fragen. Hat sie jetzt komplett die Kehrtwendung hingelegt? Bekommen wir jetzt doch Geschichten aus den Beikostleben der Babys erzählt, samt leckeren Rezepten zum Nachkochen?

Gleich vorab: Nein und nein.

Freizeit mit Familie ist doch auch irgendwie Mama-Blog-mäßig, oder?

Aber ich muss schon zugeben: Das Thema Familie ist bei freets zunehmend in den Vordergrund gerückt. Das hab’ offenbar nicht nur ich bemerkt, denn erst kürzlich bekam ich einen lieben Kommentar einer Leserin, die mich explizit darauf hinwies.

Der war in etwa so (etwas gekürzt):

„Hallo Claudia, ich freue mich jedes Mal auf deine Freizeittipps. Ich wohnte bis vor kurzem in Bad Fischau und kenne die Gegend und kann nur bestätigen was du schreibst.Alle deine Ausflugstipps sind jedoch hauptsächlich für Familien interessant. Ich bin seit einiger zeit Witwe (…) Es wäre schön wenn du mal in dieser Richtung Vorschläge hättest. Ich freue mich auf deine nächsten Mails.“

Noch vor wenigen Monaten hätte ich ein schlechtes Gewissen bekommen. Hätte gleich ein paar Artikel geschrieben, die weit weg gehen vom Thema Familien. Heute habe ich der Leserin anders geantwortet. Dass sie recht hat, dass ich viel mit meinen Kindern unterwegs bin und dadurch das Thema in den Vordergrund rückt. Ganz ohne schlechtes Gewissen, weil ich heute mit mir, was das betrifft, im Reinen bin.

Was lange Zeit nicht so war. Lange war da für mich, was Thema Familie und Blog betrifft, ein „Quirks“ drinnen. Ohne es selbst immer ganz zu merken, hab ich mit dem Familienthema gerungen. Immer wenn es zu sehr in die Richtung ging, hatte ich das Gefühl, da muss ich gleich was ganz anderes schreiben. Vielleicht weil ich dachte, das bin ich ja meinen kinderlosen Lesern der ersten Stunde schuldig. Vielleicht weil ich selbst versuchte, mich nicht zu sehr im Mama-Dasein zu verlieren und allen zu beweisen, dass ich noch immer ich bin. Ganz genau, kann ich es auch nicht sagen.

Meine Kinder sind ein wichtiger Teil meines Lebens. Wenn ich das auf freets ausklammere, bin ich nicht ehrlich.

Was es auch war, ich möchte damit aufhören. Dieses Ausweichen hier und jetzt ändern. Denn, so seh’ ich das heute, ich bin euch schuldig, die zu sein, die ich bin. Unverfälscht, ohne mich zu verstellen und zu verbiegen, nur damit mein Blog allen gefällt (nicht das ich privat zu solch einem Verhalten neige / Achtung Sarkasmus). freets ist ein Teil meines Lebens. Kommt von mir. Hier teile ich meine Worte, Bilder und Geschichten. Hier erzähle ich von meinen Eindrücken, beschreibe meine Erlebnisse. Mit den zunehmend persönlichen und erzählerischen Beiträgen (wohl auch ein Grund, warum das jetzt bei Kind Nr. 2 Thema geworden ist), will ich euch teilhaben lassen, an dem was wir erleben. Und dieses Leben hat sich schlichtweg im Laufe der letzten vier Jahren verändert (und wird es weiter tun).

Ja ich bin Mama, ich habe zwei wundervolle Töchter (die mich manchmal an den Rand des Wahnsinns treiben, nur um mich im nächsten Moment mit einem Lächeln oder Geste zu verzaubern). Ich verbringe den Großteil meiner Freizeit mit ihnen und ich schreibe darüber. Sie gehören zu meiner Geschichte. Die Themen, worüber ich auf freets schreibe (und auch in Zukunft schreiben werde) bleiben aber die alten: meine (oder eben unsere) Freizeitaktivitäten. Urlaube, Ausflüge, Spaziergänge und was eben sonst noch dazu gehört. So wie immer schon.

Die Tatsache, dass ich mit meinen Kindern unterwegs bin, beeinflusst viele meine Beiträge. Meine Kinder werden aber nicht Thema meiner Artikel werden.

Was ich meiner Leserin noch geschrieben habe und euch trotzdem ausdrücklich sagen möchte:

Ich bin überzeugt, dass auch für Alleinstehende wie meine Leserin viele Tipps von freets spannend sind. Ich bin sicher, dass auch kinderlose Paare oder Singles hier fündig werden. Darum habe ich meiner Leserin auch den Rat gegeben, ein wenig zu stöbern und nicht zu verzagen. Das ist jetzt kein Betteln um weitere Leser (und kein ich will es trotzdem irgendwie allen recht machen). Das sind einfach ein paar Fakten und Dinge, von denen ich überzeugt bin.

 

FAKT: Es sind 285 Tipps online, nicht nur für Familien

Ich veröffentliche seit 2015 laufend Freizeittipps, sehr viele davon im ersten Jahr, als ich noch selbst ohne Kinder unterwegs war. Ich bin sicher, dass bei diesen knapp 300 Tipps, die laufend erweitert werden, viele interessante Unternehmungen für alle dabei sind.

 

ÜBERZEUGUNG: Freizeit ist für alle da

Ja genau, auch bei den laufenden Tipps ab 2016. Weil ich denke, das habe ich schon einmal erwähnt, dass eine Aktivität für verschiedene Situationen und Gruppen und Menschen interessant sein kann. Ich kann mit meiner Tochter die Landesausstellung besuchen, ich kann die Wanderung am Wiener Wasserleitungsweg alleine, oder mit Kindern machen. Vielleicht ist die Sichtweise oder der Fokus auf manche Dinge etwas anders (Kulinarik, Wegbeschaffenheit, Kurzweile, usw.), aber viele Ideen funktionieren gleichermaßen für Familien, Singles & Co.

 

FAKT: Manchmal verbringe ich auch Zeit ohne meine Kinder

Auch ich verbringe gerne mal Zeit ohne meine Kinder (hat sie das jetzt echt gesagt? Ja hat sie!). Elternzeit, Zeit nur für mich oder mit Freunden gehört für mich einfach dazu und ich werde auch weiterhin über Unternehmungen ohne Kinder schreiben. Auch wenn sie derzeit etwas kurz kommen.

So pauschalisierbar ist das also alles nicht für mich. Nur weil ich Kinder habe, heißt das nicht, dass ich nur noch auf Spielplätzen oder im Family Park herumhänge. Ja, auch das tue ich und werde ich tun. Fix ist nur, dass das Thema Familie die nächsten Jahre sicher Thema bleiben wird. Ich freue mich, wenn du dich entscheidest diesen Weg mit mir weiter zu gehen.

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