„Niederösterreich Schauen“. Diese österreichischen Komödien mit Drehort Niederösterreich solltest du kennen

Um die eigene Heimat zu erkunden, musst du eigentlich raus gehen. Vor die Tür, dich ins Auto setzen, wohin fahren. Weil, eine typische Weinviertler Kellergasse oder der Wienerwald, die kommen einfach nicht nach Hause. Blöd hald, wenn es so ungemütlich und kalt draußen ist. Wo es eigentlich ja auch schön ist mal zu Hause zu bleiben. Auf dem Sofa zu knotzen und einfach nur relaxen. Ein unlösbares Hindernis? Nicht ganz! Mit diesen österreichischen Filmen holst du dir Niederösterreich zu dir nach Hause auf den Bildschirm. Und wirst dabei noch königlich unterhalten!

 

  • Braunschlag
    (Waldviertel, Eisgarn, Heidenreichstein)

Eisgarn: ein kleines Dorf mitten im Waldviertel. Das sich für eine gewisse Zeit in Braunschlag verändert. In dem plötzlich Robert Palfrader Bürgermeister ist, Manuel Rubey als römischer Gesandter vorbei schaut und Nicholas Ofczarek die hiesige Bar schmeißt. Unter anderem. Kurzerhand, ein Ort, der zum Mittelpunkt einer der (meiner Meinung nach) genialsten österreichischen Serien wurde. Weil die Handlung, so extrem sie auch sein mag, eigentlich in jedem Ort stattfinden könnte – ja und so hart das auch ist, auch teilweise stattfand. (Stichwort Filmzitat: „Braunschlag darf nicht Amstetten werden“). Nicht nur wegen seiner Einblicke ins verlassene Waldviertel (Eisgarn, Heidenreichstein) sehenswert.

Worums genau geht? Wirf mal einen Blick auf den Trailer!

  • Der schwarze Löwe (Wöllersdorf)

Wie ist das eigentlich, wenn Asylanten in einem kleinen Dorf in Niederösterreich leben? Wie ist das, wenn Schwarze plötzlich auf typische Österreicher wie Wolfgang Böck prallen? Und mit der einheimischen Dorfjugend im Fußballclub spielen? Davon und von noch mehr erzählt der schwarze Löwe. Von Fremdenfeindlichkeit, vom Leben der Flüchtlinge, ihren Ängsten und Problemen, von Integration und Freundschaft.

  • Die drei Herren
    (Wanzenau, Gars am Kamp)

Wenn drei Männer aus der Psychiatrie „verloren“ gehen und plötzlich in Wanzenau landen, dann hast du wohl (oder hoffentlich) gerade „Die drei Herren“ aufgedreht. Karl Merkatz, Karl Markovics und Ottfried Fischer mischen sich ohne viel Aufheben unter die Dorfbevölkerung Eine, bei der du dich zurecht fragst, warum nun die einen in die Psychiatrie gehören und die anderen nicht. Da werden Finger von Reliquienschreinen gestohlen, Kapellen niedergebrannt und ein Notar an einem Baum mitten im Dorf gefesselt. Ein skurriler und amüsanter, typisch österreichischer, Film.

  • Hinterholz 8
    (Sulz im Wienerwald)

Ein kleines süßes Knusperhäuschen, ein Bastlerprojekt, ein zukünftiges erträumtes zu Hause findet da Roland Düringer im Wienerwald. Das, mit Hilfe der wertvollen Ratschläge der Häuslbauer-Freunde dann gleich – trotz mangelnden handwerklicher Fähigkeiten des Herrn Kritschal aus Wien – selbst renoviert werden soll; und bei dem wirklich, aber wirklich alles, den Bach runter geht. So sehr, dass man sich fragt, ob auf Hinterholz 8 wohl eher die Bezeichnung Komödie oder Tragödie zutrifft. Als derzeitiger Häuslbauer steht jedenfalls fest: Das kann man fast nicht mitansehen. Aber nur fast, weil erheiternd ist es dann doch alle Mal. 

 

  • Wanted
    (Winzendorf, Grossmittel)

Wenn sich Alfred Dorfer in seine Traumwelt begibt, landet er in… Winzendorf. Ja genau, richtig gelesen. Der kleine Ort in den Wiener Alpen ist ja auch wirklich traumhaft schön. Und vor allem wegen seiner Weite, seines Steinbruchs und der damit verbundenen jährlichen Winnetou Festspiele eine ideale Kulisse für Wild West Träumereien. Als Insasse einer Psychiatrie, als Flüchtling vor der Welt und deren harten Realität ein oft aufgesuchter Ort Thomas Reiter (Alfred Dorfer). Zu dem er im Laufe der Zeit seinen ehemaligen Schulkollegen und jetzigen Pfarrer Herrmann (Michael Niaravani) mitnimmt. Nicht ohne Konsequenzen. Aber das siehst du am besten selbst.

Weitere Drehorte des Films: Militärübungsplatz Grossmittel, Schloss Hetzendorf, Steinbruch St. Margarethen.

  • April 2021 – Haider lebt
    (Krainer Hütte, Helenental9

Ein etwas makabrer Film in Anbetracht dessen, dass Jörg Haider ziemlich abrupt und tragisch ums Leben kam. Allerdings längst nachdem der Film gedreht wurde. Ein Film, der ein interessantes Gedankenspiel spannt. Das Szenario: Jörg Haider wurde Bundeskanzler. Österreich steht in einem engen Verhältnis zu den USA, aus der SPÖ ist eine kleine Widerstandsgruppe. Die dann auch für einen kurzen Ausflug nach Niederösterreich verantwortlich ist, denn eigentlich spielt der Film ja in Wien. Der harte Kern der SPÖler hat sich im Helenental in die Krainerhütte zurück gezogen, ebendort, wo zu glorreichen Bruno-Kreisky Zeiten Staatsbesuche abgehalten wurde. Und manchmal „wenn man ganz leise ist, dann kann man ihn noch hören, den Bruno.“ (Filmzitat).

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