Wanderung zum Marmorsteinbruch Engelsberg

Blick vom Marmorsteinbruch Engelsberg
Der Marmorsteinbruch Engelsberg in den Fischauer Voralpen lässt sich im Rahmen einer kleinen Wanderung erkunden. Neben der Besichtigung des Kraftortes bietet der Ausflug auch tolle Ausblicke über die Hohe Wand Gegend.

kurz & bündig

Der Marmorsteinbruch Engelsberg in den Fischauer Voralpen diente bis ins 19. Jahrhundert als Lieferant für Bauten Niederösterreichs und Wiens. Mittels einer ca. einstündigen Wanderung ist dieser, auch als Kraftort klassifizierter, Ort zu erreichen und bietet dazu einen wunderbaren Blick über die Hohe Wand Gegend.

Zugegeben ein wenig her ist es schon, als ich das letzte Mal zum Marmorsteinbruch ging. Aber die Strecke, der Steinbruch und diese tolle Aussicht auf die Hohe Wand Gegend, das alles ist mir sehr gut im Gedächtnis geblieben. Weil es einfach so schön war und ich die Wanderung deshalb auch schon einige Male gemacht habe. Dass ich dir heute ohne schlechtem Gewissen wegen Gedächtnislücken oder Ähnlichem davon berichten kann.

Gleich vorab, Wanderung ist vielleicht ein wenig dick aufgetragen. Es ist eine kleine Wanderung, ein ausgedehnter Spaziergang. So ungefähr ein bis zwei Stunden wirst du unterwegs sein, ein wenig wirst du dich anstrengen müssen, aber es hält sich alles in Grenzen; und belohnt wirst du für diese Anstrengung mit dem Marmorsteinbruch Engelsberg als Ziel und tollen Ausblicken alle Mal.

Die Route zum Marmorsteinbruch Engelsberg

Los geht’s bei der Ruine Emmerberg in Winzendorf. Direkt unter der zur Burg führenden Allee kannst du dein Auto abstellen und danach in Richtung Burg spazieren. Bei der dortigen Gabelung findest du ein Schild, bei dem du dich informieren kannst, wo es eigentlich genau hin gehen soll, welche Wege du einschlagen kannst und wie lange du für den Weg zum Marmorsteinbruch Engelsberg einplanen musst.

Nachdem du eben dort links eingebogen bist, geht es die ersten Minuten entlang des Waldrands, stets mit einem großartigen Blick Richtung Hohe Wand und den sanften Hügeln und Felder dieser Gegend. Bis du einbiegst und bis es etwas steiler wird. Fast anstrengend sogar, aber nur fast. Bergauf, immer der Route nach. Dazwischen gibt’s auch einmal einen schönen (gut beschilderten) Aussichtspunkt, wenn du ein wenig ausschwenkst.

Weg zum Marmorsteinbruch Engelsberg mit Blick über eine blühende Wiese mit Hoher Wand im Hintergrund
Die Wanderung zum Marmorsteinbruch Engelsberg führt anfangs entlang des Waldrands und bietet immer wieder großartige Durchblicke auf die sogenannte Neue Welt und die Hohe Wand.

Nach ca. 30 Minuten hast du dann auch schon dein Ziel erreicht. Darauf verweist schon ein kleiner, rot aus dem Wald hervor leuchtender, Berg. Anfangs war ich an dieser Stelle etwas enttäuscht. Weil einen Steinbruch stellt man sich dann doch ein wenige imposanter vor. Tapfer hieß es dann „Ja, ist ganz nett. Der rote Stein schaut schon interessant aus“. Bis wir fünf Minuten später weiter gingen. Bis wir dann wirklich beim Marmorsteinbruch ankamen. Der Berg vorher ist nämlich quasi nur Vorbote. Wenn du den Steinbruch erreicht hast, wirst du es sicher merken, versprochen. Und zur Sicherheit siehst du ja auch hier wie er aussieht!

Mehr als nur schön anzusehen

die ehemalige Nutzung des Steinbruchs

glatt polierte Wand beim Marmorsteinbruch Engelsberg
Die Schnittwerkzeuge beim Abbau des Steins im Marmorsteinbruch Engelsberg verursachten die glatte Oberfläche.

Wenn du den Marmorsteinbruch erreicht hast, stehst du vor einer steil aufragenden Steinwand, die sich aus dem Berg und groben Stein heraus schält. Die glatte, von den Schnittwerkzeugen zustande gekommene, Oberfläche, dominiert. Da und dort gibt es kleine Ausbuchtungen. Und die Farbe des Steins erinnert tatsächlich an Marmor. An den Schildern, die hier aufgestellt wurden, kannst du dir auch einen Überblick über die frühere Nutzung und dessen Geschichte verschaffen.

Beeindruckend ist das alle Mal, und ja, vielleicht sogar tatsächlich Kraftort. Eine ganz spezielle Stimmung herrscht hier jedenfalls schon. Hast du dich vom roten Stein satt gesehen, dann bietet die Stelle auch einen fabelhaften Blick über die umliegende Gegend bis nach Wiener Neustadt. Der Weg zurück geht dann, nach der kraftvollen Pause, quasi ganz von selbst.

Das rät dir freets für deinen Ausflug zum Marmorsteinbruch Engelsberg!

  • Wenn du den Stein des Marmorsteinbruchs Engelsberg gleich im Einsatz sehen möchtest, kannst du die kleine Pfarrkirche St. Peter im Moos im benachbarten Muthmannsdorf besichtigen. Der Boden wurde aus dem Stein des Steinbruchs gefertigt und die Kirche ist normalerweise bis 16:00 geöffnet.
  • Parkplätze sind vor Ort für ca. 4 Autos vorhanden

Nützliche Hinweise für deinen Ausflug

Emmerberg 6, 2722 Winzendorf - Muthmannsdorf
Öffnungszeiten: jederzeit
Preis: kostenlos
Dauer: ca. 2 Stunden
Schwierigkeitsgrad: leicht - mittel
Aktualisiert 24. Juli 2017
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