Das Wien Museum Karlsplatz: ein Spaziergang durch die Stadtgeschichte

Eingangsbereich Wien Museum Karlsplatz
Die Dauerausstellung im Wien Museum Karlsplatz bietet einen abwechslungsreichen Abriss der Wiener Stadtgeschichte von der Römerzeit bis heute! Ein Besuch sollte zumindest bei einem Wien Besuch am Programm stehen!

kurz&bündig

Die Dauerausstellung im Wien Museum Karlsplatz zeigt einen kurzweiligen Abriss der Wiener Stadtgeschichte. Als Besucher durchläufst du auf drei Ebenen die Geschichte der österreichischen Hauptstadt von der Römerzeit bis zur Gegenwart. Schwerpunkt stellt hierbei natürlich die Kunst dar: originale Architekturteile aus dem Mittelalter, Gemälde barocker Meister, verschiedene Exponate aus dem 19. Jahrhundert, zwei Stadtmodelle und noch viel mehrzeigen die Highlights der Wiener Stadtgeschichte. Wechselnde Sonderausstellungen runden das Programm ab. Ein Besuch sollte zumindest einmal am Programm stehen!

Ein Muss sollte der Besuch im Wien Museum Karlsplatz sein, zumindest für jeden Geschichtsinteressierten und Wiener. Also dem Standort am Karlsplatz – was ja bei den zahlreichen Standorten des Wien Museums (Virgilkapelle, Karlsplatz Pavillons, Römermuseum & Co) doch spezifiziert gehört. Dem Standort, der direkt hinter der Karlskirche gelegen ist. Und auch hier dreht sich, wie bei den übrigen Standorten, alles um die Wiener Stadtgeschichte. Nur, dass der Ausschnitt wesentlich größer ist als du vielleicht von den anderen Standorten gewohnt bist. Klar, ist ja das Museum selbst auch um einiges größer!

Warum du das Wien Museum Karlsplatz besuchen solltest!

  • Mehr über Wien erfahren

Der erste und sicher wichtigste Grund für einen Besuch im Wien Museum Karlsplatz ist, mehr über Wien zu erfahren. Ja, lag auf der Hand oder? Aber natürlich, festgehalten gehört das schon: Denn meiner Meinung nach ist es schon spannend auch ein wenig etwas über die Stadt zu wissen, in der man lebt, oder über die Stadt, die immerhin die Hauptstadt unseres Landes ist. Genau das kannst du hier im Wien Museum Karlsplatz und das auf eine angenehme Weise. Mit vielen Objekten, mit Modellen der Stadt, wie sie sich entwickelte und mit kleinen begleitenden Texten, die so kurz und bündig bleiben, dass du sie auch wirklich alle liest.

Wie das geht? Einfach einen Spaziergang durch die Stadtgeschichte unternehmen!

Eigentlich könntest du sagen, dass du einen kleinen Spaziergang durch die Stadtgeschichte unternimmst. Du beginnst im Erdgeschoß mit einigen Exponaten aus der Antike und schaust dir gleich im Anschluss die damalige Stadt anhand des Holzmodells an. Sightseeing mal anders. Und gerade die Modelle, die es im Museum gibt (und die natürlich je nach Zeitschnitt anders aussehen) finde ich besonders gelungen. So kannst du dir wirklich vor Augen führen, wie die Stadt anno dazumal ausgesehen hat, welche Gebäude schon standen und wie sie eigentlich vor hunderten Jahren aussahen. Denn das ist beispielsweise aus heutiger Sicht schon schwer vorstellbar, dass da Schluss war bei der heutigen Ringstraße.

Mit dem Bild im Kopf gehst du dann auch immer weiter hinein in den Ausstellungsraum des Wien Museums und ins Mittelalter. Vorbei an den originalen Figuren der Herrscher, die am Stephansdom angebracht waren, an mittelalterlichen Glasfenstern und Fresken. Bis zur ersten Türkenbelagerung 1528, bei dessen Exponaten du auch das Erdgeschoß und sozusagen das Mittelalter verlässt.

Empor steigst, in den 2. Stock, zum Barock, zum neuen Zeitalter. Zu Maria Theresia, den großen Malern der Zeit und weiteren Highlights der Stadtgeschichte. Zu den Werken eines Waldmüllers oder Paul Trogers, zwei ganz Große der damaligen Zeit.

Bis du auch diese Zeit im wahrsten Sinne des Wortes durchlaufen hast und noch weiter in der Zeit voranschreitest. Zu dem – nun bereits sehr großzügig ausgefallenen Modell der Stadt, samt neuer Ringstraße und den berühmten Wiener Ringstraßenbauten. Und mit der Moderne geht es natürlich auch im obersten Raum des Museums weiter: mit Gemälden von Klimt, Schiele oder Arbeiten der Wiener Werkstätte.

  • Architektur-Originale im Wien Museum Karlsplatz bestaunen

Kurz davon war schon die Rede vorhin. Von den originalen Figuren, die ehemals an St. Stephan hingen und heute im Wien Museum Karsplatz aufbewahrt werden. Und von diesen Originalen gibt es im Museum viel zu bestaunen. Nicht, weil das Museum alles sammeln und damit Gäste anlocken möchte, nein, vielmehr weil es sich hier um Architekturteile oder Ausstattungen handelt. Die ja dann doch Jahre unterschiedlichen Witterungsverhältnissen ausgesetzt waren und blieben sie an Ort und Stelle wohl heute nicht mehr hier wären. Weil die Erhaltung nicht funktionieren würde, oder weil der ursprüngliche Ort gar nicht mehr existiert, je nachdem. Dass das natürlich schon etwas hat, so durch hundert Jahre alte Architekturteile, Skulpturen, Fenster oder Ähnlichem zu schlendern, alles von ganz nahe zu betrachten, darüber sind sich wohl alle Museumsgeher einig. Wenn es nicht darum ginge, ein Original zu bestaunen, dann würden wir wohl auch nicht ins Museum gehen oder? Übrigens gilt das Original natürlich auch für die anderen Dinge: alles hier ist original: sei es der Klimt im 3. Stock, die Reste der Türkenbelagerung oder Möbelstücke aus dem 19. Jahrhundert oder die Einrichtung der Wohnung Franz’ Grillparzers.

  • Sehen wie Franz Grillparzer lebte und Adolf Loos sein Wohnzimmer einrichtete

Willst du wissen wie der berühmte Dichter Franz Grillparzer lebte? Wie seine Wohnung aussah und wie er sie eingerichtet hat? Oder wie der viel geliebte aber auch viel kritisierte Architekt Adolf Loos sein eigenes Wohnzimmer einrichtete? War es genauso „durchgestylt“ und spartanisch wie seine übrigen Werke oder hat er sich selbst, doch ein wenig mehr zugestanden?

Auch diese Fragen kannst du in der Dauerausstellung im Wien Museum Karlsplatz beantworten. Teile der Wohnung Adolf Loos’ und eine rekonstruierte Wohnung samt Originaleinrichtung Franz’ Grillparzers gehören sicher zu den Highlights der Ausstellungsobjekte und reihen sich damit in die abwechslungsreiche Ausstellungskonzeption. Hier bekommst du also so einige zu sehen: Angefangen von Architekturteilen, über Gemälde, Möbel bis hin zu Kleidern aus der Wiener Geschichte.

  • Wechselnden Sonderausstellungen

Ja, eigentlich waren das schon Gründe genug zwei Stunden deiner Freizeit im Wien Museum Karlsplatz zu verbringen. Einen letzten gibt’s aber trotzdem noch! Zusätzlich zur Dauerausstellung über die Wiener Stadtgeschichte gibt es wechselnde Sonderausstellungen, die natürlich auch sehenswert sind und sich ideal bei einem Besuch unterbringen lassen. Nicht zu groß, aber dennoch gut und informativ aufbereitet.

Das rät dir freets für deinen Besuch im Wien Museum Karlsplatz

  • Jeden ersten Sonntag im Monat kannst du das Wien Museum Karlsplatz gratis besuchen!
  • Für Kinder und Jugendliche bis 19 Jahren ist der Eintritt immer frei!
  • Die Ausstellungsräume und das Museum ist barrierefrei zugänglich
  • Derzeit ist die Ausstellung leider wegen Umbauarbeiten nur begrenzt zugänglich. Vom 29. März – 13. April ist sie ganz geschlossen.
  • Leider musst du dir von der Ausstellung selbst ein Bild machen. Da ich in Museen generell nicht fotografiere und leider keine Pressefotos erhalten habe, hoffe ich, die Ausstellung zumindest bildhaft beschrieben zu haben. Auf der Website des Museums gibt’s aber vorab ein paar Bilder anzusehen.
  • Das Wien Museum Karlsplatz ist öffentlich ideal zu erreichen (U4 Karlsplatz, Ausgang Resselpark)
  • Derzeit laufen die Sonderausstellungen „In den Prater. Wiener Vergnügen seit 1766“ (bis 21. August 2016) und „O.R. Schatz & Carry Hauser Im Zeitalter der Extreme“ (bis 16. mai 2016)

Nützliche Hinweise für deinen Ausflug

Karlsplatz 8, 1040 Wien
Öffnungszeiten: Di–So:10-18:00
Preis: Erwachsene 10,00; Studenten (bis 27), Zivil- und Präsenzdiener, Senioren, Menschen mit Behinderung, Lehrlinge: 07,00; bis 19 Jahre freier Eintritt; Führung: 4,00 für Erwachsene
Dauer: 2 Stunden
Aktualisiert: 02.06.2016
http://www.wienmuseum.at/de/standorte/wien-museum-karlsplatz.html
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1 Comment

  • Wirklich ein toller Tipp! War im Herbst das erste Mal im Wien Museum am Karlsplatz und kann es nur empfehlen. Eine tolle Möglichkeit, um Wien und seine Geschichte etwas besser kennenzulernen.

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