Training in der Spanischen Hofreitschule: Bei der Morgenarbeit der Lipizaner zusehen!

zwei Lipizzaner in der Winterreitschule, Foto zur Morgenarbeit der Lipizzaner
Spanische Hofreitschule, Pas de Deux. Bei der Morgenarbeit der Lipizzaner in der Winterreitschule der Spanischen Hofreitschule kannst du dir perfekt einen ersten Eindruck von dieser weltberühmten Institution machen und die Pferde bei ihrem Training beobachten! ©Wien Tourismus/Spanische Hofreitschule/Herbert Graf

kurz&bündig

Die Spanische Hofreitschule in Wien blickt auf eine lange Geschichte zurück. Ursprünglich als Ausbildungsstätte für die Reitkunst der kaiserlichen Familie im 16. Jhdt. gegründet, ist sie bis heute in Betrieb und verzaubert die Zuschauer mit diversen Vorstellungen. Bei der Morgenarbeit kannst du die Lipizzaner samt deren Bereiter beim Training beobachten. Dabei bekommst du große, wie kleine – weiße wie graue – Pferde, Lockerungsübungen, Lektionen und, mit etwas Glück, auch Schulsprünge zu sehen. Das alles im herrlichen Ambiente der Winterreitschule samt Untermalung mit klassischer Musik.

Dass ich dir einen Besuch in der Spanischen Hofreitschule empfehlen kann, wenn du Pferde magst, steht außer Frage. Denn da kommst du bei einem Besuch voll auf deine Kosten. Immerhin ist die Spanische Hofreitschule einer der wichtigsten Orte zur Erhaltung der klassischen Reitkunst.

In der Morgenarbeit Lipizzaner & klassische Reitkunst hautnah erleben! Klick um zu Tweeten

Natürlich erlebst du das auch bei den „richtigen“ Vorstellungen, die sicher noch eindrucksvoller und faszinierender sind. Aber für einen ersten Einblick, für ein kurzes Vorbei Schauen quasi, ist die Morgenarbeit perfekt geeignet. Und das gilt noch mehr, wenn du nicht so viel mit Pferden anfangen kannst!

Warum du die Morgenarbeit besuchen solltest, wenn du kein Pferdenarr bist!

Einblick in die Winterreitschule samt Lipizzaner bei der Morgenarbeit
Spanische Hofreitschule, Einblick in die Winterreitschule. Das Ambiente, die klassische Reitkunst u. die Kunststücke der Lipizzaner sind nur einige Gründe die Morgenarbeit zu besuchen! ©WienTourismus / Lois Lammerhuber

Eine Frage, die ich dir aus erster Hand beantworten kann. Weil bei mir nie diese Vernarrtheit in Pferde aufgekommen ist. Das ist irgendwie spurlos an mir vorüber gegangen. Nicht, dass ich Pferde nicht mag, nein, ich finde sie durchaus sehr elegant, aber ich hatte als Kind einfach nicht viel mit diesen Tieren zu tun; und da blieb die Begeisterung einfach aus. Dennoch zog es mich zur Morgenarbeit mit den Lipizzanern. Gut, eigentlich zog mich eine Freundin dort hin. Weil selbe eben genannte Begeisterung aufbrachte und unbedingt einmal die Lipizzaner live sehen wollte. Und ich ließ mich mitreißen – weil ich auch irgendwie neugierig war, was man da zu sehen bekommt. Weil die Spanische Hofreitschule ja doch sehr bekannt ist und weil ich – ja da kommt wieder die Begeisterung für Architektur an die Oberfläche –auch unbedingt einmal die Räumlichkeiten der Winterreitschule sehen wollte.

Lange Rede kurzer Sinn. Wenn es dir also so wie mir geht, dann gibt es trotzdem ein paar Gründe, die Spanische Hofreitschule zu besuchen:

  1. Die Spanische Hofreitschule als Teil des nationalen Erbes!

Die Spanische Hofreitschule ist weit über Wiens und Österreichs Grenzen hinaus bekannt. Sie ist Teil der Wiener, Teil der Österreichischen, Geschichte. Sie ist Tradition; und sie gehört immerhin seit 2010 zum nationalen Weltwerbe und seit 2015 reiht sie sich in Liste des immateriellen Weltkulturerbes (UNESCO). Allein das ist meiner Meinung nach ein Grund das Ganze, die Lipizzaner und Bereiter, zumindest einmal in Aktion zu sehen und diese traditionsreiche und beliebte Reitkunst zu verfolgen.

  1. Das traumhafte Ambiente der Winterreitschule

Gut, kein ausschlaggebender Grund, um 15 Euro zu bezahlen. Das ist eigentlich der kleine Bonus, den du bekommst, wenn du dich von den anderen Gründen mitreißen lässt. Und der dir auch noch etwas „bringt“, wenn du zu den Architekturliebhabern gehörst. Dann wirst du mit einem großartigen Raum belohnt. Entworfen von Joseph Fischer Emanuel von Erlach im 18. Jahrhundert im Stil des Klassizismus. Richtig schön, richtig elegant. Die großen Luster, die Säulengalerie, die weißen Kassettendecken. Dazu die klassische Musik von Beethoven & Co und die edlen Lipizzaner. Da wirst du merken, hier gibt’s nur das Beste vom Besten.

  1. Die klassische Reitkunst, die du sonst nirgends zu sehen bekommst

Wie schon erwähnt, die Spanische Hofreitschule ist die einzige Reitschule, welche die klassische Reitkunst praktiziert und daher auch erhält. Und obwohl du „nur“ das Training beobachtest, nur die Lockerungsübungen, die Verfeinerung und Perfektionierung von Lektionen und die gezielte Stärkung der Muskulatur. Und mit etwas Glück (weil nicht immer) auch die berühmten Schulsprünge, die normalerweise bei Vorführungen gezeigt werden. Ob nun Schausprünge oder nicht, faszinierend sind die Kunststücke schon, die du da zu Gesicht bekommst. Die für dich, als Nicht-Pferde-Narr, vielleicht noch beeindruckender sind, weil du ja gar nicht weißt, wozu solche Pferde überhaupt im Stande sind. So ging es mir zumindest. Da wirst du auch gebannt zuschauen, zwar wohl nicht zwei Stunden, aber zumindest eine.

  1. Einen ersten Eindruck zur Spanischen Hofreitschule erhalten

Klar, Grund 1–3 würde auch für eine Vorstellung sprechen. Die sicher beeindruckend ist, aber natürlich auch kostet. Und hier kommt eigentlich der wahre und einzig schlagende Grund für den Besuch der Morgenarbeit: Sie ist ein idealer Kompromiss, die ideale Lösung, um einmal einen ersten Eindruck zu erhalten. Um ein wenig Reinzuschnuppern. Denn die Morgenarbeit ist günstiger und du kannst jederzeit gehen – was sich vielleicht anbietet, wenn du deine Kinder mitnimmst. Natürlich, du zahlst noch immer stolze 15 Euro dafür, aber im Vergleich mit den Vorstellungen ist das ein Schnäppchen!

Mein Fazit zur Morgenarbeit der Spanischen Hofreitschule fällt heute kurz aus:
Ja, es lohnt sich hin zu gehen. Es ist einfach spannend diesen Aspekt der österreichischen Tradition hautnah zu beobachten. Es ist schön anzusehen, aber natürlich, es wird auch recht schnell eintönig. Zwei Stunden wirst du wahrscheinlich nicht in der Winterreitschule sitzen und die Lipizzaner beobachten. Und es ist natürlich teuer, weshalb ich auch jeden verstehe, der zögert.

Das rät dir freets für deinen Besuch der Morgenarbeit in der Spanischen Hofreitschule:

  • Die Morgenarbeit ist nur eine Möglichkeit die Lipizzaner der Spanischen Hofreitschule im Einsatz zu sehen. Du kannst auch zu einer Vorführung gehen, oder eine Führung hinter die Kulissen der Hofreitschule besuchen.
  • Zieh dich warm an! Die Winterreitschule ist nicht beheizt, die Tür steht immer offen und es kann recht kalt werden.
  • Du musst nicht pünktlich um 10:00 kommen. Wie gesagt die Tür steht immer offen und während unseres Besuchs kamen laufend neue Besucher. Und es gingen auch laufend Besucher. Du musst also auch nicht die vollen zwei Stunden bleiben, wenn du nicht magst.
  • Wenn du doch um 10:00 starten möchtest, dann komm‘ am besten früher. Ab 09:00 gibt’s Tickets und damit du dir 1x Anstellen ersparst, empfehle ich dir einen Abstecher ins benachbarte Café. Hier kannst du noch gemütlich frühstücken (z.B.: mit Sachertorte und Melange um 5 Euro) und wenn es los geht, wirst du direkt vom Kaffee in die Hofreitschule geleitet. Ohne Anstellen, ohne Drängeln und dazu als einer der ersten. Was sich bei einer freien Platzwahl schon auszahlt.
  • Wenn du die Wahl hast, dann such dir einen Platz an der Stirnseite. Hier hast du alles schön im Blick.
  • Kinder dürfen erst ab 3 Jahre zusehen.

Nützliche Hinweise für deinen Besuch

Michaelerplatz 1, 1010 Wien
Öffnungszeiten: Di–Fr: 10:00–12:00 Sommerpause: 19. Juni–3. August
Preis: Erwachsene: 15,00; Senioren (ab 65) und Studenten (bis 27): 10,50; Kinder und Schüler: 7,50
Dauer: 1–2 Stunden
Aktualisiert: 02. Juni 2016
www.srs.at

 

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