Der Trendsport Zumba. Im Gespräch mit Maria

Zumba Festival in Leuven
Der Trendsport Zumba begeistert Millionen von Menschen auf der ganzen Welt. (c)Simon Schoeters (https://www.flickr.com/photos/schoeters/)

kurz&bündig

Vor rund 5 Jahren startete Maria als Zumba Trainerin und ist nach wie vor davon begeistert. Die Kombination von Aerobic und internationalen Tänzen, die in den 1990er Jahren vom Kolumbianer Alberto Perez kreiert wurde, bringt vor allem viel Spaß am Training. In unserem Gespräch verrät Maria mehr über die Trendsportart Zumba, für wen sie geeignet ist und wie es möglich ist, dass Zumba bereits jahrelang weltweit Millionen Menschen begeistert.

Wahrscheinlich hast du auch schon einmal von Zumba gehört. War doch die Trendsportart die letzten Jahre in aller Munde. Überall wurden plötzlich Kurse angeboten, die vor allem sportliche Frauen begeisterten. Immerhin, so heißt es, sollen derzeit 14 Millionen Menschen aus über 185 verschiedenen Ländern Zumba Kurse besuchen. So positiv war das Feedback, dass auch ich fast, aber nur fast, einen Kurs besucht hätte. Da war der innere Schweinhund bei mir einfach größer und so recht wusste ich auch nicht, ob das überhaupt was für mich ist. Weil ich und Tanzschritte normalerweise keine gute Kombination sind. Deswegen bin ich besonders froh mit Maria gesprochen zu haben. Sie hat die Sportart lange praktiziert und davon zwei Jahre lang auf selbstständiger Basis Kurse gegeben.. Maria verrät, worum es bei Zumba überhaupt geht und was dich bei einem Kurs erwartet.

Zumba: eine Trendsportart entsteht!

Eigentlich war es ein Versehen, dass zur Entstehung von Zumba führte, erzählt Maria. Der Tänzer und Choreograph Alberto Perez soll bei seiner üblichen Stunde die Musik vergessen haben und hat einfach improvisiert. Einfach die eigene Musik verwendet und daraus kurzerhand Tanzschritte abgeleitet, die dann zur Sportart Zumba führten. Lateinamerikanische Musik gibt’s deswegen, weil der Herr, wie der Name schon verrät, aus Lateinamerika stammt, genauer aus Kolumbien. Und so entwickelte Alberto Perez in den 1990er Jahren die neue Sportart Zumba und damit einen jahrelang anhaltenden Fitnesstrend.

Ein Trend, der verursachte, dass auch in Österreich immer mehr Kurse angeboten wurden. Und der auch Maria zu Zumba brachte. Die Niederösterreicherin war bis dahin als Aerobic Trainerin in einem Fitnesscenter tätig. Bis die Anfrage kam, auch dort Zumba Kurse anzubieten.

Seit meinem sechsten Lebensjahr bin ich von Tanz und Musik fasziniert und auf der Suche nach dem perfekten Einklang zwischen Bewegung und Musik. Daher war es für mich schnell klar, dass ich die Ausbildung zum Zumba Instruktor mache und die Begeisterung zu Tanz und Sport weitergeben kann.

2011 absolvierte Maria die Ausbildung zum Zumba Instruktor und ab 2012 gründete sie ihre eigene Stunde. Zwei Jahre lang war Maria als selbstständige Trainerin tätig, bis sie aus privaten Gründen den Kurs erst Mal aufs Eis legte. Wobei aktuell bereits Pläne bestehen, wieder mit Kursen zu starten, wie sie uns verrät.

Worum geht’s genau? Mehr über Zumba

Ein paar Stichworte sind also schon gefallen, ein grobes Bild hast du vielleicht schon im Kopf, worum’s bei Zumba geht. Bilder, die vielleicht nicht nur vom vorgegangenen Text stammen, sondern vielleicht auch von Erzählungen durch Bekannte oder Freunde. Irgendetwas mit Tanz, irgendwas Lateinamerikanisches, mit Hüftschwung und ein Sport in der Gruppe. Maria erzählt uns, worum es konkret geht:

Zumba Festival in Leuven
Der Trendsport Zumba begeistert Millionen von Menschen auf der ganzen Welt. (c)Simon Schoeters (https://www.flickr.com/photos/schoeters/)

Zumba ist Rhythmus, Tanz und Bewegung

Wesentlicher Bestandteil ist der Tanz. In einer Gruppe von 15-30 Personen werden zu verschiedenen Liedern – meistens lateinamerikanische – Choreografien getanzt. Dabei ist der Trainer relativ frei, daher kann es natürlich auch Unterschiede zwischen den jeweiligen Kursen geben. Traditionellerweise gibt es bei Zumba aber Kombinationen der Basisschritte von Merengue, Salsa, Cumbia und Reggaeton.

Die rund 15 Lieder, die in einer Stunde getanzt werden, bleiben für einige Wochen immer gleich. Auch wenn es anfangs vielleicht frustrierend ist, wenn du nicht gleich die Bewegungsabläufe mitbekommst, nach einigen Malen funktioniert es einwandfrei. Jeder Teilnehmer von Marias Kursen hat es früher oder später geschafft, versichert sie! Vereinfachend kommt dazu, dass sich wiederholende Teile der Lieder – wie beispielsweise der Refrain – immer die gleichen Tanzschritte enthalten.

Zumba ist Herz-Kreislauf Training und Krafttraining

Die Vorteile liegen klar auf der Hand: zu allererst und das ist ja bei Sport das allerwichtigste, wenn man durchhalten möchte: es macht großen Spaß. Man bewegt sich in der Gruppe, zu Musik, verliert sich im Rhythmus. Es geht um leichte, spielerische Bewegungen zur Musik. Ganz automatisch hast du dann auch noch ein Herz- Kreislauftraining und Kräftigungsübungen inkludiert. Fitness, die also nicht mit Überwindung, Anstrengung und Beschwerlichkeit in Verbindung steht, sondern mit Spaß am Auspowern und Bewegen. Kein Wunder also, dass Zumba so gut ankommt oder?

Zumba ist für alle da

Natürlich, es gibt da schon eine gewisse Hauptzielgruppe, erzählt Maria. Vor allem Frauen und vor allem Frauen um die 30, haben ihre Kurse besucht. Zumba kann aber natürlich von jedem besucht werden. Auch für Kinder hat sie spezielle Kurse angeboten und sogar auf einer Hochzeit eine Zumba Einlage veranstaltet. Da tanzten dann plötzlich Bräutigam und Trauzeugen. Ab und zu haben auch ältere Damen teilgenommen, denen es auch viel Spaß gemacht hat.

Zumba hat also keine Grenzen und ist für jeden offen. Auch in einen bestehende Kurs einzusteigen ist kein Problem!

Einzige Einschränkung sind Knie- oder Hüftprobleme. Zumba beinhaltet viele sprunghafte Bewegungen. Es ist wichtig, dass gut auf die Knie, Wirbelsäule und das Becken geachtet wird, da diese Körperteile belastet werden.

Zumba Kurs mit Kinder
Zumba kann jeder ausprobieren! Ob Frau, Mann, jung oder alt. Und wie man sieht macht es auch den Kids Spaß! (c)Maria Stöffelbauer

Zumba vs. Aerobic

Maria hat die wichtigsten Unterschiede zusammengefasst:

Aerobic:

  • Verbale Anweisungen
  • Stehend und liegend
  • Musik als Hintergrund und nimmt keine Einfluss auf die Bewegungsabläufe
  • Weniger Tanz

Zumba:

  • Non verbale Anweisungen
  • Ausschließlich stehend
  • Musik bestimmt die Bewegungsabläufe – es gibt keine standardisierten Bewegungen
  • Tanzschritte verwendet

Das kannst du für dich und deine Freizeit mitnehmen!

  • Wenn du gerne tanzt und Sport treiben möchtest, ist Zumba genau das Richtige für dich. Aber auch wenn du eher schwerer in Bewegungsabläufe hineinfindest, früher oder später wird’s gelingen!
  • Du kannst jederzeit in einen Kurs einsteigen, auch als Anfänger.
  • Als Ausrüstung brauchst du nur Tanz- oder Aerobicschuhe (vorne gedämpft), ein Handtuch und etwas zu trinken
  • Auf Anfrage gibt Maria noch immer Zumba Stunden! Mehr Infos findest du auf ihrer Homepage.
  • Referenzpreis: 10er Block 79,00 bei MFitness Wiener Neustadt
  • Dauer: 1 Stunde

Maria Stöffelbauer
Maria ist seit 5 Jahren Zumba Trainerin und verrät mehr über die Trendsportart! (c)Maria Stöffelbauer

Name: Maria Stöffelbauer

Wohnhaft in : Wien

Freizeittipp für: Zumba

Kurse in Wien bzw. südlichen Niederösterreich

http://www.moveanddance.net/

 

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