Am 1. Wiener Wasserleitungsweg durchs Höllental wandern

unterwegs am 1. Wiener Wasserleitungsweg im Höllental
Entlang der Trasse der Wiener Hochquellenleitung kannst du am 1. Wiener Wasserleitungsweg großartige landschaftliche Einblicke und absolute Abkühlung im glasklaren und eiskalten Wasser der Schwarza genießen. Ein herrlicher Ausflug für sonnige Tage!
Zwischen Hirschwang und Kaiserbrunn, zwischen Rax und Schneeberg und entlang der Schwarza führt der 1. Wiener Wasserleitungsweg. Entlang der Trasse der Hochquellleitung führt der Waldweg rund 3,5 Kilometer durch die beeindruckende Landschaft des Höllentals. Glasklares Wasser, weiße Schotterbänke und großartige Ausblicke über das Tal sowie die schönsten Pausenplätze direkt an der Schwarza sind Hauptbestandteil dieser Wanderung. Und wenn du noch nicht genug vom Wasser hast, kannst du in Kaiserbrunn ein Museum zur Wiener Wasserleitung besuchen.
Es ist Ende Juli, Hochsommer. Stimmen warnen vor der 4. Hitzewelle, die im Anrollen ist. Der hauseigene Hitzepol St. Egydens ist bereits um 09:30 nicht mehr zu betreten, die Wohnung stickig und aufgewärmt. Was also tun? Ins Bad fahren? Nein, zu viele Leute, zu viel Trubel. Aber raus unbedingt, dorthin wo es kühl ist, schattig. Vielleicht auch mit ein wenig Wasser zum Reinwaten, zum Füße Abkühlen. Da stand doch schon Ewigkeiten eine Wanderung im Höllental auf dem Programm. Der Abschnitt zwischen Hirschwang und Kaiserbrunn, zwischen Schneeberg und Rax, der besonders im Sommer absolut genial ist. Weil es hier dank der Brise der Schwarza und den umgebenden Steinmauern absolut kühl ist. Wenn ein Ausflug zum “nur” Relaxen ins Höllental schon so erfrischend ist, wie muss das dann herrlich sein, immer weiter ins Höllental zu wandern, immer entlang der Schwarza, mit Stopps auf Schotterbuchten und mit Einblicken in diese wildschöne Landschaft?

Es ist also beschlossene Sache und so wird Rucksack, Wandertrage, Kind und Mann ins Auto gepackt und losgefahren. Bis nach Hirschwang zum dort eigenes beschriebenen Parkplatz des 1. Wiener Wasserleitungswegs.

Höhen und Tiefen am 1. Wiener Wasserleitungsweg

Stiege am 1. Wiener Wasserleitungsweg
Auf und ab, oder hoch und tief, geht es am 1. Wiener Wasserleitungsweg. Einmal hin zum kühlen Wasser, einmal der Sonne entgegen. Meist auf Waldwegen, manchmal auf Stegen oder Treppen.

Schon nach den ersten Metern geht es über die Schwarza und hinein in den Wald. Endlich kühl, endlich Schatten denk’ ich mir. Nicht lange, allerdings. Denn schon bald führt der Weg bergauf, weg vom Wasser und vom Wald. Weg vom Schatten, entlang an Felswänden. Was natürlich landschaftlich schon toll ist, keine Frage. Aber die Kühle bleibt aus, die ist unten beim Fluss.

Entschädigung ist der Ausblick runter auf die Schwarza und der Blick über das Höllental. Bald schon geht es auch wieder abwärts (vom Weg her, nicht vom Panorama) hin zum Fluss, näher (aber nicht ganz nah) zum Ufer. Hier gibt es immer wieder die kühle Brise im Gesicht und ab und zu kleine Trampelpfade, die direkt ans Ufer der Schwarza führen. Wir bleiben die ersten Kilometer aber am Weg und marschieren auf Waldwegen, manchmal über Treppen, Steganlagen und ab und zu über Brücken ans andere Ufer der Schwarza. Der Weg führt immer entlang der Trasse der 1. Wiener Hochquellleitung bis nach Kaiserbrunn. Mal in der Sonne, mal im Schatten, vorbei an kühlen Ecken (zum inne Halten), durch kleine Wälder.

Das schönste Pausenplätzchen Niederösterreichs?

1. Wiener Wasserleitungsweg, Schuhe vor der Schwarza
Schuhe ausziehen, Füße ins glasklare und eiskalte Wasser und einfach nur genießen. So sieht die perfekte Pause aus!
Pause am 1. Wiener Wasserleitungsweg, Schotterbucht mit Rastenden
Ein Plätzchen zum Verweilen. Ewig hätt’ ich hier sitzen bleiben können.

Irgendwann zweigen wir ab; hinunter zum Fluss, über Schotter und Wurzeln, querfeldein, einfach dort, wo’s grad passt. Wo auch sonst niemand ist. Wir ziehen die Schuhe aus und tauchen die Füße ins eiskalte Wasser. So lang wie wir es eben aushalten, bis es weh tut. Ein paar Meter vor uns wagen sich einige Besucher ganz ins Wasser (Hut ab, wär mir definitiv zu kalt). Auch unsere Kleine spritzt im kalten Wasser und genießt die Abkühlung. Später rasten wir auf der Schotterbank, bewundern die Landschaft, genießen die Kühle. Wir laden die Energiereserven wieder auf und kühlen das mitgebrachte Wasser in der eiskalten Schwarza gekühlt. Allein für diese 40 Minuten Pause (ja wir haben’s wirklich ausgekostet) hat sich der Weg gelohnt.

Weil die Pause gar so schön war und die Wandertrage doch ganz schön schwer geworden ist, geht es für uns wieder retour. 2/3 des 1. Wiener Wasserleitungsweges (wenn nicht mehr) sind wir also nur gegangen, zugegeben. Aber dafür zwei Mal.

Warum sich die Wanderung am 1. Wiener Wasserleitungsweg trotz ausbleibender “WOW-Abkühlung” lohnt

Genossen hab’ ich es jedenfalls. Trotz der doch recht warmen Temperaturen und der eher milde ausgefallenen Abkühlung. Es ist landschaftlich wirklich großartig. Auch wenn es nicht immer direkt am Fluss entlang geht, genießt du immer einen schönen Blick auf die Schwarza. Das glasklare Wasser, die weißen Schotterbuchten, das Mäander des Flusses. Aber auch nach oben schauen lohnt sich, zum Schneeberg und der Rax. Was ja ganz leicht geht, wenn das Wasser manchmal direkt an steile Felswände grenzt, die kaum aufzuhören scheinen. Manchmal lohnt sich sogar ein Blick zur Seite, weg von Bergen und Wasser. Wenn du das satte Grün des Waldes beobachtest und der Sonne dabei zusehen kannst, wie sie alles in ein magisches Licht taucht.

Überrascht hat mich auch, dass doch recht wenig los war. Obwohl wir an einem Sonntag in Sommerferien unterwegs waren. Vielleicht wurde ja bei einigen der Rucksack gepackt, aber nach der ersten halben Stunde, bei der ersten Brücke und Möglichkeiten zum Fluss zu kommen, eben dort abgestellt. Die Decke aufgebreitet, das Wasser und die Jause einfach vor Ort verzehrt. Wer weiß.

Tourdaten: 4km in eine Richtung, 131hm,
Ausgangspunkt Hirschwang (Parkplatz linkerhand noch vor der Rax-Seilbahn), über die Straße und die Brücke bei der Schwarza überqueren, immer der Beschilderung 1. Wiener Wasserleitungsweg folgen

Wr. Wasserleitungsweg PIN Höllental
Interessiert? Merk’ dir die Idee für später! Das Bild kannst du gleich auf den Pinterest Board pinnen.

Das rät dir freets für deine Wanderung am 1. Wiener Wasserleitungsweg

  • Parkplatz: Noch vor dem Parkplatz der Raxseilbahn befindet sich von Hirschwang kommend auf der linken Seite ein eigener Parkplatz für den 1. Wiener Wasserleitungsweg. Von hier sind es noch rund 200 Meter zum Startpunkt.
  • Hund: Du kannst deinen Hund mitnehmen (er wird die Abkühlung in der Schwarza lieben), allerdings lieber anleinen. Es sind viele andere Hunde unterwegs.
  • Kinderwagen: nicht möglich.
  • Unterwegs mit Kindern: Wir haben die Wanderkraxe verwendet, ein bisschen größere Kinder schaffen die 4km sicher selbst. Der Weg wird aber manchmal recht schmal und ist bis auf eine Kette zum Anhalten auf einer Seite nicht gesichert.
  • Festes Schuhwerk Die Wege bestehen aus Schotter und/oder sind voll von Wurzeln und Steinen. Vor allem wenn der Boden nass ist (Nebel, nasse Blätter, Regen am Vortag) ist hier Vorsicht geboten.
  • Nimm dir eine kleine Decke mit. Du kannst immer wieder zur Schwarza und es irrsinnig schön dort zu sitzen.
  • Du kannst die Strecke abkürzen. Durchs Höllental kann man ja durchfahren und es gibt immer wieder kleine Parklpätze.
  • Keine Lust heimzugehen? Nimm den Bus von Kaiserbrunn zurück nach Hirschwang.
  • Einkehren: In Kaiserbrunn gibt’s ein Gasthaus zum Pausieren (am Wasserwerk)
  • Bei Kaiserbrunn gibt’s ein Stück nach der Quelle auch die Möglichkeit das Trinkwasser bei einem Brunnen aufzufüllen.
  • An heißen Tagen die Sonnencrème nicht vergessen. V.a. anfangs geht’s oft in der Sonne dahin.

Nützliche Infos für deine Wanderung

Ausgangspunkt: Parkplatz in Hirschwang
Öffnungszeiten: immer
Preis: kostenlos
Schwierigkeitsgrad: leicht - mittel
Kilometer: 3,67 Kilometer in eine Richtung
Dauer: rund 4 Stunden hin und retour
Zuletzt besucht: Juli 2017
Aktualisiert: 02. Februar 2018

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9 Comments

  1. says: Christine

    Was für ein Zufall, wir haben uns den Weg fürs kommende Wochenende vorgenommen 🙂 Bin schon sehr gespannt – die Bilder sind auf alle Fälle ein Traum und steigern die Vorfreude!

  2. says: Romana Weißenberger

    Heute gleich gewandert. Schon länger keine “Tour” gemacht und leider zu viele Kilos. Das spüren die Knie.
    Landschaftlich ein Traum. Ich liebe Wildbäche u Flüsse durch Felslandschaften.
    Unbedingt am Ufer jausnen. WASSER nicht vergessen kann ich bestätigen
    Achtung: Der Bus hat lange Abstände
    Lösung: Taxi Flackl rufen.Nr. an der Säule der Haltestelle in Hirschwang.

  3. says: Ernst

    War heute mit meinem Labrador! Sehr schön, bin begeistert. Die wenigen Gitterrosttreppen waren auch für den Hund kein Problem. Gehzeit Hirschwang-Kaiserbrunn mit kleinen Pausen: 1 1/4 Stunden. Man geht abwechselnd in der Sonne und im Schatten, kann immer wieder zum Fluß. Es geht ein paar Mal kurze Stücke bergauf, aber kein Problem.

  4. says: Edgar

    Ausreichend Wasser mitnehmen?

    Ach so, euer Fußbadewasser ist für andre gut genug, aber nicht für euch?
    Das Wasser, in dem ihr eure Füße gekühlt habt, kommt in Wien aus der Wasserleitung und wird getrunken!
    Und wirklich zum Lachen wär’s, wenn ihr aus Wien Leitungswasser in Flaschen mitgenommen habt 🙂

    1. says: Claudia

      Edgar, danke für deinen Kommentar. Das gilt ja grundsätzlich für viele Orte, Flüsse, Seen usw., da ja zum Glück sehr viele Gewässer Trinkwasserqualität besitzen. Die Hemmschwelle, neben Badenden dann aus dem Fluss zu trinken ist bei einigen aber sicherlich doch da und daher schadet eine kleine Wasserflasche nicht. Ist zumindest bei mir so.
      Liebe Grüße

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