Von Monet bis Picasso – Die Sammlung Batliner in der Albertina Wien

Einblicke in die Ausstellung "Von Monet bis Picasso" in der Albertina Wien ©Albertina Wien
Die Ausstellung „Von Monet bis Picasso“ ist eine Leihgabe der Familie Batliner und ist dauerhaft in der Albertina Wien zu sehen. Die Sammlung birgt einen Abriss der modernen Malerei von den Impressionisten bis Pablo Picasso und beinhaltet zahlreiche Meisterwerke. ©Albertina Wien

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Die Sammlung der Familie Batliner „Von Monet bis Picasso“ ist als dauerhafte Leihgabe in der Albertina Wien zu sehen. Die Sammlung birgt einen vielfältigen Abriss der modernen Malerei von den Impressionisten bis Pablo Picasso.

Dass die Albertina Wien über große Kunstschätze verfügt ist dem Kulturinteressierten bekannt. Da brauchst du nur an den Dürer Hasen zu denken, um beim Bekanntesten zu bleiben. Der jedem schon ab der Schulzeit ein Begriff ist, Zeichenblock sei Dank. Wenn du aber bei diesem Beispiel bleibst, wird auch schnell klar: Schätze schon, aber zu sehen sind die nicht oder nicht oft. Den Dürer Hasen gibt’s nämlich meistens nur am Zeichenblock und weniger in der Albertina zu bewundern. Warum ist aus kunsthistorischer und vor allem konservatorischer Sicht ganz klar: viele Kunstwerke befinden sich im Depot, zu deren Schutz, damit sie uns noch länger erhalten bleiben.

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Das gilt ja generell für die meisten Museen. Aber im Fall Albertina nicht für alle Kunstwerke. Natürlich beehren die Albertina Wien laufend Kunstwerke in temporären Ausstellungen und natürlich zeigt das Museum (oder besser gesagt dessen Team) Kunstwerke aus dessen Besitz in unterschiedlichen Ausstellungen.

Die Kunstwerke der Sammlung Batliner in der Albertina

Aber das ist nicht alles. Nein, in der Albertina sind, dank der Leihgabe der Familie Batliner, auch dauerhaft tolle Werke der Malerei zu sehen, namhafte, fabelhafte und beeindruckende. Ebenso herausragende Künstlernamen reihen sich da aneinander: Monet, Manet, Renoir, Chagall, Malewitsch oder Picasso, um nur einige zu nennen.

Eine Sammlung, die es also in sich hat, so viel wird durch die Namen schon mal klar. Die zu den herausragenden Privatsammlungen gehört, vormals auch die Wände in der Eremitage in St. Petersburg zierte, die jetzt aber dauerhaft in der Albertina zu sehen ist.

Paul Signac, Antibes, die Türme, 1911 in der Albertina Wien
Paul Signac, Antibes, die Türme, 1911, ©Albertina, Wien Sammlung-Batliner
Wassilij Wassiljewitsch Kandinsky Innerer Bund, 1929 in der Albertina, Wien - Sammlung Batliner
Wassilij Wassiljewitsch Kandinsky Innerer Bund, 1929 ©Albertina, Wien – Sammlung Batliner

Schwerpunkt der Sammlung Batliner bildet die Malerei des späten 19. und 20. Jahrhundert. Dessen Highlights du bei einem Besuch dann chronologisch durchläufst, oder eher durchschlenderst wahrscheinlich. Angefangen beim Impressionismus hin zum deutschen Expressionismus (Stichwort „Blauer Reiter“ oder „die Brücke“), mit einem kleinen Abstecher über Österreich (Böckl und Kokoschka) bis hin zur russischen Avantgarde, Picasso und der abstrakten Malerei. Ein weiter Bogen wird also gespannt, ein interessanter Abriss der Malkunst gegeben. Der dich Stück für Stück mitnimmt vom Impressionismus bis zur Abstraktion.

René Magritte, Die verwunschene Gegend, 1953, Öl auf Leinwand
René Magritte, Die verwunschene Gegend, 1953, Öl auf Leinwand © Albertina, Wien – Sammlung Batliner

Life ist dann doch anders!

Claude Monet, Der Seerosenteich, um 1917-1919, Öl auf Leinwand
Claude Monet, Der Seerosenteich, um 1917-1919, Öl auf Leinwand
©Albertina Wien – Sammlung Batliner

Eines sei natürlich zu betonen – und das gilt ja für jeden Museumsbesuch – nach all diesen Namen, Kunstrichtungen und Klassifizierungen, nach den Abbildungen als Vorgeschmack: Nichts geht über das Original. Nichts geht darüber, vor einem Gemälde zu stehen, es im Detail zu betrachten, sich Zeit zu nehmen. Die Pinselstriche und Farbschichten auszumachen, ein paar Schritte zurückzugehen, die Wirkung zu betrachten. Zu sehen wie bei den pointilistischen Werken nach ein paar Metern zurück ein ganzes Bild entsteht, das in die andere Richtung wieder in viele Einzelteile zerfällt. Nichts geht darüber, vor dem Seerosenbild von Monet zu stehen – mein persönlicher Favorit der Sammlung.

Davon überzeugst du dich aber am besten gleich selbst bei einem Besuch!

Das rät dir freets für deinen Besuch in der Albertina Wien

  • Das Ticket mit 12,90 Euro hat es natürlich in sich, beinhaltet aber alle im Haus zu sehenden Ausstellungen. Nimm dir also genug Zeit, um es auch auszunützen!
  • Vergiss dabei auch nicht den Besuch der Prunkräume im ersten Stock. Du kannst dich täglich vorab informieren, ob diese auch zugänglich sind (bei Veranstaltungen und Schlechtwetter geschlossen) unter: +43 (0)1 534 83-0
  • Es gibt zwar eine Garderobe gleich beim Eingang, aber im Erdgeschoß gibt es auch kostenlose Schließfächer.
  • Die Räume sind barrierefrei zu erreichen
  • Du kommst mit Kindern? Die Albertina Wien bietet eigene Workshops an, welche die Kleinen während deines Museumbesuchs beschäftigen. Es gibt auch eigene Führungen für Kinder.

Nützliche Hinweise für deinen Ausflug

Albertinaplatz 1, 1010 Wien
Öffnungszeiten: Täglich 10:00–18:00, Mi: 10:00–21:00
Preis: Erwachsene: 12,90; Senioren (ab 65) 9,90; Studenten (bis 26) 8,50; Zivil- und Präsenzdiener, Personen mit besonderen Bedürfnissen, Arbeitslose: 7,00; Kinder bis 19 Jahre freier Eintritt
Dauer: 1,5 Stunden
Aktualisiert: 13. August 2017
www.albertina.at

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