Themenweg Wildwasser: entlang des Pöstlingbachs am Wechsel

Mariensee, Themenweg Wildwasser
Wilde Natur, wildes Wasser, massenhaft Abkühlung und ein beeindruckender Wasserfall. Der Themenweg Wildwasser ist ein absolut empfehlenswertes Ausflugsziel. Für Naturliebhaber, Hundebesitzer, Familien und für Hitzeflüchtlinge.

kurz&bündig

Der Themenweg Wildwasser bei Mariensee führt entlang am Ufer des Pöstlingbachs am Fuße des Wechsels bis zu einem 50 Meter hohen Wasserfall. Der Weg ist ganz dem Thema Wasser gewidmet und gibt mit acht Hinweistafeln mehr Informationen zum Wildwasser. Ein angenehm kühler, ruhiger Ausflug, ideal für Familien, Naturliebhaber und Hundehalter.

Ganz den sozialen Medien, besser gesagt Facebook, habe ich es diesmal zu verdanken, dass ich diesen großartigen Themenweg entdeckt habe. Da lachte mich schon letzte Woche, auf zwei unterschiedlichen Seiten, der Pöstlingbach samt dazugehörigen Wasserfall in Mariensee an. Verheißend erfrischend und kühl. Daher wurde natürlich möglichst bald der Weg zum Wechsel und der Themenweg Wildwasser angetreten. Die anfängliche Befürchtung einen kleinen Waldweg außerhalb Mariensees jetzt ewig lange suchen zu müssen hat sich zum Glück nicht bewahrheitet. Der Themenweg ist ab Mariensee einwandfrei angeschrieben.

Alles rund ums Wasser

der Themenweg Wildwasser

Die Straße noch ein paar Meter hinauf und dann geht’s schon rein in den Wald und zum Pöstlingbach. Ein kleiner, kühler Bach, dessen Ufer du so gut wie nie verlässt. Ein wenig abweichst vielleicht, aber immer in Sicht- und Hörweiter behältst. Dessen Ufer du dich, besonders anfangs, immer wieder mal richtig nähern kannst. So nah, dass du die Füße oder Hände (oder beides) ins eiskalte Wasser tauchen kannst. Dass das natürlich besonders für Hunde verlockend ist, versteht sich von selbst.

Pöstlingbach am Themenweg Wildwasser
Den gesamten Weg lang bewegst du dich in unmittelbarer Nähe des Pöstlingbachs. Immer wieder geht’s zum Ufer oder auch über Holzstege darüber.

Wildes Wasser und wilde Natur

Gerade am Anfang kommt es mir vor, als ob wir uns so richtig in die Wildnis der Natur begeben. Froh bin ich, dass ich diesmal Kinderwagen gegen Wandertrage getauscht habe, denn auf Rädern, außer vielleicht auf Mountainbikes, kommst du hier nicht weit. Beeindruckend ist es aber natürlich trotzdem, wenn du dich durch den Wald den schmalen Pfad entlang schlägt. Links und rechts von dir die meterhohen Pflanzen aufragen.

Natürlich, das bleibt nicht so, dennoch die Landschaft bleibt beeindruckend. Immer wieder den Blick aufs Wasser gerichtet geht es weiter in Richtung Wasserfall. Mit kurzen Pausen für Fotos oder für Abkühlung und einmal auch für eine Jause. Dazwischen gibt es zur Auflockerung immer wieder Schautafeln, die über die Pflanzen des Wegs oder das Wasser berichten, das dich – oder das du – am Themenweg permanent begleitet/begleitest. Vollgepackt mit Informationen, die du dann eher überfliegen als lesen wirst. Die aber manchmal auch durchaus Humor erkennen lassen (Stichwort Wetterregeln).

Themenweg Wildwasser, Mariensee, Wandern
Obwohl die Landschaft etwas „zahmer“ wird, ist sie dennoch beeindruckend.

Immer ein wenig bergauf geht es in Richtung Wasserfall, ein wenig anstrengend ist es schon, aber nicht allzu sehr. Die Wanderung eignet sich also auch perfekt für Familien mit Kindern. Dazu gibt’s eine wunderschöne, ruhige und einsame Landschaft, hohe Farne, grüne Wiesen und Enzian am Wegesrand. Ja und natürlich den Star des Themenwegs: den Bach.

Der Themenweg Wildwasser: Ein kühler Weg und der ideale Ort im Sommer!

Der Weg führt größtenteils auch durch den Wald und ist daher immer schön schattig, perfekt also für heiße Tage. Das gilt natürlich nochmal in einem besonderen Maße für den Wasserfall. Rund 50 Meter stürzt sich hier der Pöstlingbach über mehrere Kaskaden hinunter. Den Anblick kannst du direkt bei einem Holzsteg nahe an den Wasserfall genießen. Oder du machst dich auf den Weg nach oben, um dort von einem Eisengeländer aus dem Wasser beim runter Stürzen zuzusehen.

Wasserfall beim Themenweg Wildwasser bei Mariensee
Am Ende des Themenweg stürzt sich der Pöstlingbach rund 50 Meter in die Tiefe.

Zurück geht’s ab hier wieder denselben Weg, weil Themenweg Wildwasser und nicht Rundwanderweg Wildwasser. In ca. 30 Minuten bist du auch schon wieder zurück am Parkplatz, weil runter geht’s ja bekanntlich schneller als rauf und die unzähligen Foto- und „ich will kurz noch schnell zum Wasser“- Pausen halten sich dann auch schon in Grenzen.

 Das rät dir freets für deinen Ausflug am Themenweg Wildwasser

  • Ab Mariensee ist der Themenweg Wildwasser sehr gut beschildert.
  • Es gibt genügend Parkplätze vor Ort.
  • Unterwegs mit Hund: Beim Themenweg Wildwasser kommst du nach ca. 15 Minuten zum Anfang einer Weide. Wenn du nur bis zum Wasserfall gehst, wirst du aber bei keinen Kühen vorbei kommen (es gibt dort keine klassische Kuhweide, es wurden auch keine Kühe gesichtet). Übrigens: in einem separaten Artikel gibt’s noch mehr Spazierwegen mit Hund im südlichen Niederösterreich für heiße Sommertage.
  • Unterwegs mit Kleinkind/Baby: Die Wege sind holprige Waldwege und nicht kinderwagentauglich
  • Dich hat die Wanderlust gepackt? Vom Wasserfall weiter kommst du in einer Stunde zur Marienseer Schwaig (da können dir aber dann schon Kühe begegnen). 

Nützliche Hinweise für deine Wanderung

2872 Mariensee, Biotop, 2,5km nach Mariensee
Öffnungszeiten: ganzjährig und ganztägig
Preis: kostenlos
Dauer: ca. 2 Stunden
Länge: rund 6,5 Kilometer
Schwierigkeitsgrad: leicht
Aktualisiert: 27. Februar 2018

Zuletzt besucht: Juli 2018

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2 Kommentare

  • Hallo Claudia,
    nachdem uns Dein Tipp „Johannesbachklamm“ einen wunderschönen und trotz hochsommerlicher Temperaturen, erfrischenden Ausflug beschert hat, haben wir uns vor ein paar Tagen entschlossen, den Themenweg Wildwasser zu erkunden.
    Schon bei der Anfahrt haben wir den Pöstlingbach bestaunt und uns darauf gefreut, bald das erfrischende Wasser ganz nah genießen zu können.

    Da es die Tage vorher einige Male sehr ergiebig geregnet hatte, führte der Bach viel Wasser und sprudelte mit teilweise recht starker Strömung dahin. Entsprechend beeindruckend war dann auch der Wasserfall, der an diesem Tag bestimmt besonders breit herunter fiel.

    Gleich nach dem Drehkreuz am Anfang des Weges, sind mir die verschiedenen Wildblumen aufgefallen, die man sonst nur selten, v.a. im Hochsommer sieht. Wie auf einem Grasteppich ist man teilweise am Bach entlang gegangen, was meine Kinder dazu verführt hat, sich einfach darauf zu legen und das weiche „Naturbett“ zu genießen.

    Weitere Highlights auf dem Weg waren das Wasserrad und auch die Steinpyramide, die inzwischen so gewachsen ist, dass man, wenn man seinen Stein auf die Spitze platzieren möchte, einen gezielten Wurf ausführen muss, was bei uns zu einem kleinen Familien-Wettbewerb geführt hat.

    Entlang des Baches verläuft nach dem Drehkreuz fast den ganzen Weg entlang ein Stacheldraht, bestimmt aus Sicherheitsgründen, damit man nicht auf die Idee kommt am Bach herum zu klettern. An einer Stelle, nachdem wir einen Steg überquert hatten, konnten wir unsere Füße aber doch noch bequem abkühlen.
    Das letzte Stück des Weges war die aufregendste Kletterei, über die Naturstein-Stiegen, aber auch für uns Ungeübte sehr gut zu bewältigen.

    Die Marienseer Schwaig hätte mich noch gereizt, aber da wir den Hund dabei hatten und die mögliche Gefahr, dass wir Kühen begegnen könnten und mir nicht klar war, wie nahe man dann an ihnen vorbei muss, hat uns dann doch davon abgehalten.

    Auf dem Rückweg haben wir einen freundlichen Arbeiter getroffen, der sich um die Erhaltung des Erlebnispfades kümmert. Er meinte, auf dem Weg zur Marienseer Schwaig gäbe es keine Kühe.
    – Also ein Grund mehr, nochmal hin zu fahren und den Rest des Weges zu erkunden!

    Ganz liebe Grüße aus Wien!
    Silvia & Familie

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