Aussichtsreiche Wanderung zur Vöslauer Hütte und zum Harzberg bei Bad Vöslau

Aussicht vom Jubiläumskreuz Vöslauer Hütte
Die Rundwanderung zur Vöslauer Hütte und zum Harzberg bietet ruhige Natur, tolle Aussichtsplätze und gemütliche Hütten. Ein schöner Wanderweg nahe Wien.
Die ersten Frühlingsblumen bewundern, Aussichten genießen und kuriose Felsformationen im Wald entdecken: am Hauerberg und Harzberg bei Bad Vöslau lässt sich all das erleben. Zahlreiche Themen- und Rundwanderwege führen auf den beiden ca. 500hohen Erhebungen durch den Wald zu besonderen Plätzen und herrlichen Aussichtspunkten. Dieser rund 9km lange Rundwanderweg führt von Gainfarn über die Vöslauerhütte zum Schutzhaus am Harzberg, durch den ruhigen Föhrenwald vorbei an Steinbrüchen, großartigen Aussichtspunkten und leuchtenden Frühlingsblumen.
Endlich: Die erste Frühlingswanderung der Saison, die erste Tour seit Jänner steht heute am Plan. Nach krankheits- und wetterbedingter Pause geht es nach einer gefühlten Ewigkeit wieder raus in die Natur, auf neue Wege und zu unbekannten Plätzen. Voller Vorfreude packe ich nach dem Frühstück den Rucksack und warte auf meine heutigen Wanderbegleiter. Auch das Wetter ist mir wohlgesinnt: Trotz Temperaturen um den Nullpunkt scheint die Sonne an diesem frühen Märztag und verspricht einen sonnigen, frühlingshaften Tag.

Von Gainfarn zur Vöslauer Hütte wandern

Rund 30 Minuten später parkt mein Papa im Ortsteil Gainfarn bei Bad Vöslau das Auto (praktischerweise direkt am Rundwanderweg gelegen) und wir machen uns auf den Weg. Auch wenn die Luft frisch und kalt ist, ist der Frühling spürbar. Die Dirndlsträuche am Weg leuchten gelb, die Vögel zwitschern und immer wieder bahnt sich die Sonne ihren Weg durch die hohen Nadelbäume. Langsam marschieren wir durch den Wald, werfen einen Blick auf die benachbarten Weinstöcke (der Kontrast ist Mitte des Jahres sicherlich beeindruckend) und genießen die versteckten Blicke auf den Schneeberg und die Hohe Wand. Immer wieder entdecken wir kuriose Felsformationen ein Stück im Wald (darunter auch das Naturdenkmal „Froschstein“) und genießen die Ruhe. Außer uns ist weit und breit niemand zu sehen (an einem Donnerstagvormittag sicher nicht ungewöhnlich).

Blick auf Schneeberg, Weg zur Vöslauer Hütte

Bald erreichen wir den ersten Steinbruch. In der Sonne genießen wir die Aussicht, schauen auf den weiß verschneiten Schneeberg (gemeinerweise hält sich genau über dem markanten Berg eine dünne Wolkenschicht), den Guglzipf, die Hohe Wand und die Landschaft zu unseren Füßen. Nach einem leicht ansteigenden, kurzen Wegstück haben wir die Vöslauer Hütte erreicht. Das weiße Haus mit dunkler Holzvertäfelung liegt idyllisch im Wald und bietet sich bestimmt herrlich für eine kurze Rast an (die Sonnenterrasse sieht jedenfalls einladend aus). Nur heute hat die Hütte, wie jeden Donnerstag und Montag, geschlossen.

Steinbruch Nähe Vöslauer Hütte

Blick auf den Schneeberg mit Heide

Vöslauer Hütte
Vöslauer Hütte

Aussichten genießen: das Jubiläumskreuz und die Aussichtswarte am Harzberg

Wir brechen rasch wieder auf und wandern weiter durch den Nadelwald. In der Nähe der „Hütte“ folgen wir der Beschilderung zum Jubiläumskreuz. Den minimalen Umweg (max. 2 Minuten) sollte jeder, der hier vorbeikommt, auf sich nehmen, die Aussicht von hier ist großartig. Hinter dem schmideisernen Kreuz erstreckt sich die Landschaft und die Bergwelt von Wienerwald und Wiener Alpen. Auch wir bleiben hier, nehmen auf einer der einfachen hölzernen Bänke in der Sonne Platz und genießen die Aussicht. Auch wenn noch ein großes Stück der Wanderung vor uns liegt, der Großteil des Aufstiegs ist geschafft, die Pause in der Sonne wohlverdient.

Aussicht vom Jubiläumskreuz Vöslauer Hütte

Jubiläumskreuz bei der Vöslauer Hütte

Noch einige Kilometer durch den Nadelwald und schon haben wir die breite Forststraße erreicht. Von hier biegen wir in Richtung Schutzhaus am Harzberg ein, legen den letzten Anstieg über die Steinstufen zurück und entdecken die ersten Leberblümchen. Die sind übrigens mitunter ein Grund, warum wir heute hier sind. Denn schon bei unserem letzten Besuch am Harzberg (Känguru-Farm) hat meine Mama die Blätter ihrer Lieblingsblumen entdeckt, die nun langsam beginnen aufzublühen. Besonders an sonnenreichen Plätzen leuchtet der Wald regelrecht in blau-lila Tönen und versüßt uns die letzten anstregenden Schritte zur nächsten Hütte. Oben angelangt genießen Wanderer einen Rundumblick auf die Region und können sich in der benachbarten Schutzhütte stärken.
Leberblümchen am Harzberg
Erste Frühlingsboten
Leberblümchen am Harzberg

Aussichtswarte am Harzberg
Die Aussichtswarte am Harzberg bietet herrliche Aussichten auf die Umgebung.

Rovahütte, Steinbruch und Lustboden: wieder retour zum Ausgangspunkt

Das letzte Stück legen wir gestärkt und ausgeruht zurück. Vorbei an der Rovahütte (Pfadfinderhütte) und ihren wunderhübschen grünen Holzfenster wandern wir bergab durch den Wald. Am sogenannten Lustboden finden wir eine schöne kleine Wiese, davor wieder unzählige blühende Dirndlsträucher. Die Landschaft ist hier von den geologischen Eigenheiten geprägt (tatsächlich verläuft hier auch ein Geo-Lehrpfad), zwei Mal kommen wir an einem Steinbruch vorbei. Gerade das letzte Stück ist landschaftlich weniger reizvoll, möglicherweise wäre ein anderer Rückweg schöner. Wir bleiben auf direktem Weg und erreichen bald wieder unseren Ausgangspunkt.

Detail Rovahütte
Detail der Rovahütte
Aussicht am Harzberg
Auch am Rückweg genießen wir noch tolle Aussichten
Tourendaten: Rundwanderweg; 9,36km; 348hm; Ausgangspunkt: Parkplatz Steinbruchgasse – Sonnenweg bzw. Beethoven Rundwanderweg Richtung Froschstein – Hauerberg – Vöslauer Hütte – Jubiläumskreuz – Harzberg Schutzhaus – Roverhütte – Lusthausboden – Steinbruch

PIN Vöslauer Hütte
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Das rät dir freets für deine Wanderung auf die Vöslauer Hütte

  • Parkplatz für ca. 5 Autos ist am Ausgangspunkt vorhanden. Möglichkeiten zum Parken gibt es ansonsten direkt im Ort Bad Vöslau
  • Kinderwägen sind auf diesem Weg nicht möglich
  • Der Rundweg ist eine Variante von vielen, die Wege hier sind zahlreich und könne beliebig abgekürzt, verlängert oder verändert werden. Ich empfehle, aber auf alle Fälle die Highlights Jubiläumskreuz, Vöslauer Hütte und Aussichtswarte am Harzberg wenn möglich auf den Weg zu setzen.
  • Die Vöslauer Hütte ist täglich (außer Mo und Do) geöffnet; alternativ gibt’s im Schutzhaus am Harzberg ebenfalls beste Verpflegung.
  • Ob du zuerst Richtung Harzberg gehst, oder umgekehrt ist grundsätzlich egal (Rundwanderweg), allerdings ist die Beschilderung besser, wenn du mit dem Harzberg startest. Die Tour auf Bergfex macht’s (so wie wir) umgekehrt.

Besucherinfos

Ausgangspunkt: Steinbruchgasse, 2540 Bad Vöslau Öffnungszeiten: jederzeit Preis: kostenlos Dauer: 3 Stunden mit Pause, aber ohne Einkehr Länge: 9,36 km; 348hm Schwierigkeitsgrad: leicht – mittel Aktualisiert: März 2022

Zuletzt besucht: März 2022

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