Ausflug ins Haus des Meeres

Schildkröte im Haus des Meeres
Außergewöhnliche Tierbegegnungen und viel Wissenswertes über die Welt unter Wasser gibt's für Besucher im Haus des Meeres. Ein Ausflug in den Aqua Terra Zoo in Wien ist ein Erlebnis für Groß und Klein.
Kurzinfo: 11 Geschosse, 5000m2 und über 10.000 Tiere. Im Haus des Meeres erwarten Besucher Tierbegegnungen der ganz besonderen Art. Hier können Naturbegeisterte Quallen, Seepferdchen, Schildkröten, Haie, Krokodile, Echsen und natürlich hunderte von Fischen aus nächster Nähe beobachten und mehr über sie erfahren. Besondere Attraktionen, wie das Hammerhaibecken, das Tropenhaus oder der Atlantiktunnel sorgen für ein einmaliges Besuchserlebnis bei Groß und Klein.
Schon wirklich lang wollte ich mit meinen Töchtern ins Haus des Meeres fahren. Bei jedem Besuch im Gartencenter stehen sie gefühlte Stunden vor den Aquarien mit den bunten Fischen. Unspektakulär im Vergleich, aber offenbar faszinierend für zwei Kleinkinder. Wie würden sie Augen machen, wenn sie vor den riesigen mehrstöckigen Aquarien stehen. Wenn Haie, Rochen und bunte Salzwasserfische über ihren Köpfen hinweg schwimmen oder Schildkröten durchs Wasser gleiten.

Auch wenn unser erster Anlauf in den Weihnachtsferien 2020 scheiterte (beim Anblick der Menschenschlange vor dem Eingang drehten wir um) und wir etwas enttäuscht waren (gut, vor allem ich); der Wunsch und Vorsatz, einmal zu einer besseren Zeit wieder zu kommen, blieb.

 

Das Haus des Meeres Wien – unser Besuch während den Corona-Beschränkungen

Als ich hörte, dass am 08. Februar 2021 Museen mit beschränktem Zutritt öffnen durften, witterte ich unsere Chance. Warum nicht einmal auch von dem ganzen „Wahnsinn“ profitieren und was Gutes draus machen? 150 Besucher werden derzeit gleichzeitig ins Haus des Meeres eingelassen. Mit Voranmeldung kann man einerseits die Besuchszahl (und potentielle Wartezeit) besser abschätzen, erhält aber auch bevorzugt Einlass in den Aqua Terra Zoo. Dazu kommt: keine Ferien, keine Schulausflüge, keine Touristen.

Einen Tag vor unsrem Besuch machte ich unsere Reservierung (vormittags noch ausreichend vorhanden), die per Mail bestätigt wurde. Grundsätzlich ist sie unverbindlich, beim Besuch solltest du sie aber ausgedruckt oder am Handy vorweisen können (sicher ist sicher). Bei uns verlief alles extrem unproblematisch. Keine Menschenschlange, gerade mal ein Besucher vor uns an der Kassa und somit genug Platz für uns vier im Haus des Meeres.

 

Ganz besondere Tierbegegnungen auf allen Ebenen

Was soll ich sagen, es war toll. Gleich nach der Garderobe befindet sich schon das erste Highlight: der Atlantiktunnel. Über unseren Köpfen, unter den Füßen und direkt vor unseren Augen tummeln sich Fische. Staunend beobachten wir die Meeresbewohnern  über, unter und um uns.

Langsam schlendern wir an den Aquarien und Terrarien vorbei. Entdecken Riesenschlagen, Echsen, Quallen, Seepferdchen und vielfältige Süß- und Salzwasserfische. Ich stehe minutenlang fasziniert vor dem großen Becken mit kleinen Quallen, die durch die Gegend schwimmen und sich wunderschön vom blauen Wasser abheben. Meine Tochter wiederum beobachtet begeistert den Octopus (ihr Highlight, wie sie später erzählt). Die Jüngste zieht ihre Oma von Aquarium zu Aquarium, um all die bunten Fische zu sehen.

 

Die Anbauten: Krokipark und Tropenhaus

Im zweiten Stock biegen wir ab in den Krokipark. Nachdem sich meine Tochter schon zu Hause mehrmals versichert hat, dass die Tiere auch wirklich hinter Glas sind, geht sie mutig mit uns. Auch wenn das eigentlich gar nicht so stimmt. Denn über unseren Köpfen fliegen exotische Vögel, die sich hier frei bewegen dürfen. Ganz nah lässt sich ein blau schillernder Vogel vor uns nieder, um zu fressen. „Ein Purpurglanzstar. Da habt ihr Glück, der kommt normalerweise gar nicht so nah ran, sondern versteckt sich.“ Eine Mitarbeiterin vom Haus des Meeres erzählt uns ein wenig über die besonderen Vögel und anderen Bewohner des Krokiparks. Wir freuen uns sehr und versuchen die verschiedenen Vögel zu entdecken. Zum Schluss beobachten wir das Krokodil von beachtlicher Größe, das am Ufer ruht.

Tropenhaus Haus des Meeres
Freifliegende Vögel, Affen, die am Geländer balancieren, Schildkröten im Aquarium und mitten drin die Besucher, die über Stiegen und eine Hängebrücken staunend nach unten gehen.

Gegenüber liegt vom 4. bis zum 2. Stock der Zubau des Tropenhauses. Sicher eines der Highlights für alle Besucher. Die drei Ebenen sind völlig offen und mit Stiegen und einer Hängebrücke erschlossen. Rund um uns üppige Pflanzen, freilaufende Affen, Flughunde und Vögel. Unter uns die restliche tropische Welt. Begeistert gehen wir nach unten, langsam, um ja nichts zu verpassen. Offenbar haben wir wieder Glück gehabt und es wurde kürzlich Futter gebracht. Denn es herrscht reges Treiben. Kleine Affen balancieren am Geländer und sorgen für Lacher, Flughunde sausen ununterbrochen über uns hinweg. Unten die Aquarien mit den Wasserbewohnern und Schildkröten.

Unzählige weitere Entdeckungen im Schnelldurchlauf

Du siehst, ich könnte Highlight an Highlight reihen. Auch wenn mich die Liebe zu Fischen jetzt nicht so sehr gepackt hat wie den Rest der Familie – im Haus des Meeres gibt es einfach unglaublich viel zu sehen und die diversen Lebensräume sind großartig umgesetzt. Eine kleine nachgebildete Tropfsteinhöhle; die vielleicht längste Ameisenstraße der Welt, die sich als Glasrohr durch mehrere Ebenen zieht und in denen immer wieder Blattschneide-Ameisen vorbeilaufen. Oder das dreigeschossige Aquarium samt Schildkröte, die direkt vor unseren Augen durchs Wasser gleitet.

Schildkröte im Haus des Meeres
Was für ein Erlebnis! Nur wenige Zentimeter vor uns schwimmt die Schildkröte durchs Wasser.

Nach 1,5 Stunden werden wir schneller. Der Hunger wird größer (das Café hat ja coronabedingt geschlossen), die kleine Maus müder und es wird Zeit die FFP2 Maske wieder abnehmen zu können. Trotzdem besuche ich mit meiner Großen auch die restlichen Stockwerke – zum Glück, denn fast hätten wir die Riesenschildkröten und die fantastische Aussicht über Wien verpasst.

 

Das Haus des Meeres mit Kleinkindern und wie es uns gefallen hat

Kind im Bullauge im Aquarium, Haus des Meeres
Direkt ins Aquarium schauen. Das Haus des Meeres bietet tolle Attraktionen für Kinder.

Themenmäßig ist das Haus des Meeres natürlich spannend für alle. ABER es gibt ein paar Details, die Eltern dann doch ins Auge stechen. Auch im Haus des Meeres gibt es Dinge, die ich besonders schön für Kleinkinder finde:

  • Alle Geländer sind aus Glas und so können auch die kleinsten Besucher selbstständig die Lebensräume entdecken. Sollten die Aquarien mal weiter oben beginnen, gibt es immer eine Möglichkeit wo hinauf zu klettern, um rein zusehen.
  • Alle Bereiche sind barrierefrei und somit mit Kinderwägen zugänglich. Was angeblich bei Normalbetrieb trotzdem nicht empfehlenswert ist, weil einfach zu viel los ist. Bei 150 Besucher ist es aber einwandfrei möglich.
  • Besondere Attraktionen machen den Besuch zum Erlebnis. Im Haus des Meeres gibt es keine endlose Reihe an Aquarien, sondern immer wieder neue Ansichten, Perspektiven oder Einblicke. Stichwort Tropenhaus, Krokipark oder Atlantiktunnel. Aber auch spezielle Glastunnel für Kinder, bei denen der Kopf direkt ins Aquarium gesteckt werden kann.
Covid 19-Infos: Besucherbeschränkung von 150 Personen am Stück im Museum; Vorreservierung möglich, diese garantiert jedoch nicht den Einlass. Alle mit einer Vorreservierung werden bei freien Plätzen bevorzugt eingelassen. Café und Restaurant geschlossen.
PIN Haus des Meeres
Interessiert? Merk’ dir die Idee für später! Das Bild kannst du gleich auf den Pinterest Board pinnen.

Meine Tipps für deinen Besuch im Haus des Meeres

  • Anreise: Öffentlich mit der U3 oder dem Bus (13A) oder per PKW – Parkmöglichkeit im Wi-Park Windmühlengasse oder in der Leiner Parkgarage auf der Mariahilfer Straße (etwas längere Gehzeit)
  • Garderobe: vorhanden mit 1 Euro bzw. 50 Cent Schließfächer. Achtung – das Geld kommt nicht retour, sie lassen sich nur einmal schließen.
  • Kinderwagen: grundsätzlich möglich, bei hohem Besuchsaufkommen eher abzuraten. Es gibt aber in der Garderobe einen eigenen “Kinderwagenparkplatz”.
  • Besuchszeit: am besten unter der Woche vormittags.
  • Gastronomie: im Haus gibt es ein Restaurant und ein Café (derzeit geschlossen / COVID-19)
  • Führungen für Gruppen und individuell möglich
  • Fütterungen und Vermittlungsprogramme findest du auf der Website des Haus des Meeres (mir gefällt das Haitauchen, um zu zeigen, dass Haie keine blutrünstigen Wesen, sondern schützenswert sind).

Besucherinfos

Fritz-Grünbaum-Platz 1, 1060 Wien
Öffnungszeiten: Mo–So: 09:00–18:00
Preis: Erwachsener: 20,90; Kinder (6–15): 9,30; Kleinkind (3–5): 6,20
Dauer: 1,5 bis 2 Stunden
Aktualisiert: 16. Februar 2021
https://www.haus-des-meeres.at

Zuletzt besucht: Februar 2021

Leave a comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.