Familienurlaub im Heidi Hotel (Teil I)

Heidi Hotel, Ausblick vom Balkon
Wir haben Urlaub gemacht! Eine Woche lang hat unsere Familie im Heidi Hotel am Falkert verbracht. Kinderhotel, Wanderhotel, Träger des Umweltzeichens und Ausgangspunkt für viele Unternehmungen in der Bergwelt. Wo es uns da genau hinverschlagen hat? Lest selbst!
Gleich vorab.: Packt mal eine Woche voller Unternehmungen in einen 2-Seiten Blogbeitrag. Geht nicht. Zumindest nicht für mich. Weil ich gerne viel schreibe und erzähle. Daher mache ich einfach zwei draus. Vieles werde ich dennoch nur anschneiden können, aber ein paar Geschichten möchte ich erzählen und euch so ein wenig bei unserem Familienurlaub mitnehmen. Heute geht's um die erste Zeit, das Ankommen und den ersten Eindruck von Gegend und Hotel. Hier geht's übrigens direkt zum 2. Teil der Geschichte und was wir alles im und ums Heidi Hotel erlebt haben.

Einmal etwas Neues ausprobieren. Urlaub in den Bergen. Ganz hoch oben auf 1875 Meter Seehöhe. Urlaub an der Baumgrenze, auf der Heidi Alm, am Ufer des Falkertsees. Natur, beeindruckende Bergwelt und viele grasende Kühe. Ebenfalls neu für uns: Urlaub in einem Kinderhotel.

Hättest du mich früher gefragt, ob ich mal in einem Kinderhotel Urlaub mache, hätte ich garantiert nein gesagt. Denn man (oder ich) hat ja so seine Vorstellungen, wie der Aufenthalt in einem Kinderhotel aussieht. ABER Kinder verändern die Welt (zumindest die eigene) UND probieren geht eben über studieren. Also, warum nicht mal was Neues ausprobieren!? Voller Neugierde hab’ ich die Website studiert, was wir denn alles erleben können, mich gefreut, dass wir dank Ausstattung jede Menge an Zeug für die Kinder zum Mitschleppen sparen und war gespannt, wie es denn werden wird. Auch so zu viert, denn auch das war für uns neu.

Heute muss ich ein wenig über meine Gedanken schmunzeln. Heute bin ich weiser (weil eben probiert) und weiß, dass Familienurlaub im Heidi Hotel wirklich Familienurlaub ist. Urlaub für alle. Denn Fakt ist: Dieser Urlaub war vielleicht der erste, in dem wirklich alle auf ihre Kosten gekommen sind. Mal ehrlich, hättest du dir das gedacht?

Aber mal alles von Anfang an…

Von 400 auf 1875 Meter auf die Heidi Alm

Ja, 1875 Meter Seehöhe ist wirklich hoch oben. Wussten wir natürlich, denn so ganz die Flachländler sind wir auch wieder nicht (immerhin haben wir ja den Schneeberg mit etwas über 2000 Meter vor der Nase). So richtig bewusst wird uns das aber trotzdem erst bei der Anreise. Steil bergauf geht es zuerst über die Turracher Höhe, dann ein wenig runter und dann noch steiler hinauf. Die Temperaturanzeige fällt fast minütlich, aber damit haben wir gerechnet (der erste Bergurlaub im Juli mit fast nur Sommerbekleidung hat uns klüger gemacht).

Während unser Baby diesen abenteuerlichen Teil der Anfahrt verschläft, zeigt sich die Große begeistert („noch weiter die steile Straße hinauf fahren“); und hätte es das Wetter zugelassen wären die Blicke hinunter ins Tal ebenfalls immer spektakulärer geworden. So sehen wir vor allem Regenwolken, aber bald sind wir auch schon oben. Eine überlebensgroße Heidi reißt die Arme in die Höhe, um uns willkommen zu heißen. Wir sind angekommen: in den Bergen, auf der Heidi Alm.

 

Die Region Falkertsee und die Antwort auf die oft gestellte Frage: „Wo genau fahrt ihr da hin?“

Die Schönheit der Region wird uns in den nächsten Tagen so richtig vor Augen geführt. Immerhin sind wir hier im Biosphärenpark Nockberge und die unmittelbare Gegend um den Falkertsee konnte sich viel von ihrer Unberührtheit bewahren. Zwar touristisch erschlossen (übrigens in erster Linie vom Großvater des heutigen Hotelbesitzers), aber in Maßen. Rund 200 Betten gibt es hier für Urlauber, 160 davon in unserem Hotel. Hier reihen sich keine großen Hotelburgen aneinander, keine modernen Bauten verunstalten die Gegend. Hier ist es ruhig, überschaubar. Über uns nur noch der markante Falkertspitz, Blumenwiesen, Kühe, vor uns der grün-blaue Falkertsee.

 

Ein Blick, den wir auch vom Balkon unseres großzügigen Familienzimmers, einer Heidi Suite (übrigens vor einigen Jahren neu gemacht),immer gerne genießen. Wenn die Sonne aufgeht, wenn sie untergeht, bei Regen und strahlend blauem Himmel. Bergidylle pur. So muss es Heidi ergangen sein (nur ohne exzellentem Essen und komfortablen Zimmern).

Wandern, Bergidylle und Umweltzeichen; und wie das Heidi Hotel dazu gehört

Wenn ich von eben diesem Balkon in die Berge schaue, verwundert mich es nicht, dass das Heidi Hotel auch zu der Gruppe der Wanderhotels gehört und zahlreiche, teils geführte, Wanderungen von hier ausgehen. Diese Bergidylle gehört einfach genossen und das geht bekanntlich gut zu Fuß. Gleich bei unserer Ankunft bekommen wir das Wochenprogramm für Kinder und Erwachsene mit aufs Zimmer, darunter auch einfache und anspruchsvolle Wanderungen. Und nachdem am nächsten Tag die Sonne die Berge rund um uns in goldenes Licht taucht (ja ich war früh auf, danke an meine Jüngste) suche ich voller Tatendrang ein paar Unternehmungen für uns aus (Ponytrekking! Auf das freu’ ich mich schon riesig!)

Die Natur der Gegend weiß auch das Haus selbst zu würdigen. Denn das Hotel ist als Wanderhotel auch Träger des österreichischen Umweltzeichens und achtet dementsprechend auf Nachhaltigkeit. Um Mitglied der Wanderhotels zu werden war das Umweltzeichen Voraussetzung, erzählt uns Herr Köfer, Betreiber des Hotels, bei einem persönlichen Treffen.

„Was mich aber überhaupt nicht gestört hat. Denn als ich von den nötigen Kriterien erfahren habe, war für mich sowieso klar, dass wir das umsetzen. Die meisten Punkte hatten wir sowieso schon selbst eingeführt, die paar fehlenden waren schnell ergänzt.“

Und so fällt zum Beispiel auch beim Frühstück auf, dass die obligatorischen Darbo „Deckerl“ fehlen, denn Verpackungsmaterial soll wo es geht vermieden werden. Dazu werden Lieferantenwege kurz gehalten und geheizt wird mit Hackschnitzel aus der Region. Naturidylle und Umweltzeichen passt hier, finde ich. Wunderbar auch Kinderhotel. Die Natur schätzen und genießen und dabei gleich den Kleinen ein Vorbild sein.

„Der Himmel auf Bergen“ – das Heidi Hotel

Der erste Abend wird genützt, um einen Überblick zu bekommen. Anzukommen. Nach einer kurzen Führung (Babyküche, Restaurant, Zimmer) genießen wir den ersten Blick vom Balkon (diesmal Regen), entdecken das eigene Zimmer der Großen (mit Schiebetür in unserem Zimmer, sehr praktisch) und überfliegen die Heidi Geschichte, die in Buchform im Zimmer zu finden ist (oh Gott, im Heidi Hotel und ich kann mich nur mehr schemenhaft an die Geschichte erinnern).

Der Rest der Hotels wird Stück für Stück und Tag für Tag entdeckt. Restaurant, Seeterrasse, Garten mit Spielplatz, Heidi Club, Riesensandkiste, Schwimmbecken und schlussendlich der Spa Bereich. Geschmackvoll ist alles, ländlich, wie es sich für ein Hotel in den Bergen gehört, aber nicht kitschig. Modern, hell, freundlich. Überall stehen frische Wiesenblumen, täglich probieren wir neue gemütliche Sitzecken aus. Dazwischen Heidi und Peter. Überall. Ist ja auch das Heidi Hotel und gehört dazu. Hier ist alles bis ins Detail aufeinander abgestimmt. Gefällt uns und unserer Tochter auch, die schon bald alle Protagonisten beim Namen nennen kann und das Figurenpaar Heidi und Peter fast täglich an der Rezeption begrüßen geht („ich will nur kurz zur Heidi schauen“).

Schon am ersten Tag stellen wir fest, dass es uns hier gefällt. Dass wir uns wohl fühlen werden, dass das Zimmer großartig ist und auch der Rest so gemütlich. Der Ausblick, die Berge, das Essen, die Natur. Und das ist erst der Anfang…

PS.: Pack’ mal eine Woche voller Unternehmungen in einen 2-Seiten Blogbeitrag. Geht nicht. Zumindest nicht für mich. Weil ich gern viel schreibe und erzähle. Daher mache ich einfach zwei draus. Vieles werde ich dennoch nur anschneiden können, ein paar Geschichten möchte ich aber erzählen, um euch ein wenig bei unserem Familienurlaub mitzunehmen. Das nächste Mal berichte ich euch von den kommenden Tagen, was wir alles rund ums Hotel erlebt haben, wie das Heidi Hotel unseren Urlaub zu einem ganz besonderen machte und zeige euch noch ein bisserl was von der Region.

Unterwegs waren wir übrigens nicht nur zu viert, sondern gemeinsam mit der Familie von Elena, die das allererste Mal mit ihrem kleinen Sohn (erst 7 Wochen!) verreist sind. Sie hat ebenfalls ihre Eindrücke am Blog beschrieben.

*Werbung. Die Reise wurde vom Österreichischen Umweltzweichen und dem Heidi Hotel Fakertsee unterstützt.

Nützliche Hinweise für deinen Urlaub

Heidi Hotel; Familie Köfer Falkertsee 2, 9564 Patergassen
Öffnungszeiten: ganzjährig
Preis je nach Zimmerkategorie und Reisezeit
Aktualisiert: 25. Juli 2019
43 4275 7222 | info@heidi-hotel.at
www.heidi-hotel.at

Zuletzt besucht: Juli 2019

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